Für viele Bauunternehmer sind Themen wie Marketing und Werbung eher lästig. Sie rauben ihnen die Zeit und machen nicht wirklich Spaß. Das kann sich schnell ändern, wenn Themen wie die Qualitäts- und Serviceleistungen in das Zentrum der Marketingaktivitäten rücken. Dann nämlich wird es nämlich plötzlich spannend, nicht nur für Bauinteressenten.
Wie beschreiben Bauunternehmer den markanten Unterschied ihres eigenen Unternehmens im Verhältnis zum Wettbewerb? Sie kennen die Vorzüge ihres Unternehmens ganz genau und werden diese Frage sofort beantworten können. Allerdings: Was ist mit potenziellen Bauinteressenten? Sehen diese das genauso und woran machen diese den Unterschied fest oder nicht? "Die Entfernung ist unwichtig. Nur der erste Schritt ist wichtig" (Marquise du Deffand).
Bauinteressenten suchen in ihrem möglichen Baupartner den Unterschied zu im Schnitt mindestens 2 bis 4 weiteren Bauunternehmen, die sie vor der Vertragsschließung kontaktieren. Leider werden sie meist nicht fündig und geben dann dem Fachberater den Zuschlag, der ihr Vertrauen gewinnt. Der Grund: Nahezu alle Bauunternehmen setzen identische Werbemittel ein und gleichen sich auch im direkten, persönlichen Akquisitionsverlauf.
Qualität im Haus- und Wohnungsbau sollte besser belegt werden. Flotte Sprüche in der Werbung und Slogans mit viel Selbstdarstellung auf der Anbieter-Homepage gehören zwar zu den Standards, helfen Bauinteressenten allerdings nicht bei deren Entscheidungsfindung. Bauunternehmen können damit auch keine nachhaltige Abgrenzung erzielen, weil nahezu alle Wettbewerber so verfahren und Bauinteressenten eine Differenzierung eher erschwert wird.
Wer gute Bauqualität vorzuweisen hat, der sollte sich auch als echter Qualitätsanbieter zu erkennen geben. Bauunternehmen verhalten sich allerdings sehr unterschiedlich, wenn es um die Abgrenzung zum Wettbewerb über geleistete Qualität- und Serviceleistungen geht. Die Einen machen eher ein Geheimnis daraus; andere loben sich selbst über den Klee hinaus.
"Denke größer, mutiger und kühner. Die größte versäumte Möglichkeit im Marketing ist es, auf Nummer sicher zu spielen" (Ann Handley). Bauunternehmen brauchen Aufträge, möglichst regelmäßig. Sich da in Sicherheit zu wägen, ist allerdings, auch angesichts der zu erwartenden Entwicklung in der Baubranche, unangebracht und fatal.
Wenn Bauunternehmen solide Qualitäts- und Serviceleistungen erbringen, sollten sie das ihren Bauinteressenten anhand von Qualitätsbewertungen bereits übergebener Bauherren zeigen: Authentisch. Verbindlich. Glaubwürdig.
Bauinteressenten suchen persönliche Sicherheit. Deshalb recherchieren sie im Internet immer auch um die von ihnen favorisierten Bauunternehmen herum. Sie wollen mehr finden als Werbeslogans oder flotte Sprüche auf schön gestalteten Homepages. Doch leider werden sie meistens nicht fündig und reagieren oftmals frustriert und enttäuscht.
Bauinteressenten recherchieren im Internet um jeden für sie in Frage kommenden Anbieter herum. Alles, was sie über diesen in Erfahrung bringen können, wird gegoogelt. Informationen zur geleisteten Bauqualität stehen dabei im Vordergrund. Meist werden sie allerdings nicht fündig. Denn das, nachdem sie suchen, wird nur von ganz wenigen Anbietern geboten. Und dann hat es meist einen Haken: Es handelt sich um Selbstdarstellungen.
Eine scharfe Abgrenzung von Mitbewerbern ist für Bauunternehmen kein einfaches Unterfangen. Über klassische Werbemittel ist sie nicht umsetzbar. Wenn diese über technische Finessen erfolgen soll, gerät die Kommunikation schnell an ihre Grenzen. Dennoch gibt es einen erfolgreichen Weg. Dieser führt über eine Berichterstattung zu geleistete Qualitäts- und Serviceleistungen aus der Sicht erfahrener Bauherren.

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