Artikel mit dem Tag "außendarstellung"



Es stellt sich im Bauunternehmen immer die Frage, wie produktiv das vorhandene Marketinginstrumentarium ist. Mit klassischer Werbung in Form von Anzeigenschaltungen, Imagebroschüren, Produktkatalogen oder Kundenzeitschriften ist schließlich nahezu kein Blumentopf mehr zu gewinnen.
Qualitäts-Marketing und Content-Marketing sind Wege, wie ein Bauunternehmen die von ihm erbrachten Qualitäts- und Serviceleistungen erfolgreich in die Öffentlichkeit kommuniziert. Da die Entstehung eines Hausbau- oder Wohnungsbau-Projektes eine sehr komplexe Dienstleistung darstellt, wird aus Qualitäts-Marketing schnell eine spannende Qualitäts-Berichterstattung, die den Nutzen für Bauinteressenten perfekt auf den Punkt bringt.
Qualität im Haus- und Wohnungsbau sollte besser belegt werden. Flotte Sprüche in der Werbung und Slogans mit viel Selbstdarstellung auf der Anbieter-Homepage gehören zwar zu den Standards, helfen Bauinteressenten allerdings nicht bei deren Entscheidungsfindung. Bauunternehmen können damit auch keine nachhaltige Abgrenzung erzielen, weil nahezu alle Wettbewerber so verfahren und Bauinteressenten eine Differenzierung eher erschwert wird.
Bauinteressenten suchen persönliche Sicherheit. Deshalb recherchieren sie im Internet immer auch um die von ihnen favorisierten Bauunternehmen herum. Sie wollen mehr finden als Werbeslogans oder flotte Sprüche auf schön gestalteten Homepages. Doch leider werden sie meistens nicht fündig und reagieren oftmals frustriert und enttäuscht.
Bauinteressenten recherchieren im Internet um jeden für sie in Frage kommenden Anbieter herum. Alles, was sie über diesen in Erfahrung bringen können, wird gegoogelt. Informationen zur geleisteten Bauqualität stehen dabei im Vordergrund. Meist werden sie allerdings nicht fündig. Denn das, nachdem sie suchen, wird nur von ganz wenigen Anbietern geboten. Und dann hat es meist einen Haken: Es handelt sich um Selbstdarstellungen.
Bauunternehmer sind in Marketingangelegenheiten eher träge. Es ist halt nicht ihr Metier. Deshalb verwundert es auch nicht, dass sie nicht nach Möglichkeiten suchen, wie sie über strategische Marketinginhalte den Umsatz und Gewinn ihres Bauunternehmens steigern könnten. Anstatt die Lösung in der Befriedigung der Primärbedürfnisse von Bauinteressenten zu suchen, gehen sie lieber in Preisgespräche: sowohl im Einkauf bei Nachunternehmern als auch im Verkauf bei Bauinteressenten.
Wer als Bauunternehmer gute Qualitäts- und Serviceleistungen vorweisen kann, hat entsprechend viele und zufriedene Bauherren. Und damit auch viele Chancen, sich besser zu positionieren als Wettbewerber in seinem Einzugsgebiet. Allerdings machen die Verantwortlichen in Bauunternehmen in der Regel viel zu wenig aus diesem Zusammenhang.
Angesichts der sich wandelnden Anforderungen von Bauinteressenten und eines altbackenen Marketing-Mix ist dieses Thema von strategischer Bedeutung. Die Zeiten, in denen Bauinteressenten noch mit bunten Bildern, schönen Häusern und mehr oder weniger interessanten Hausausstellungen eingefangen wurden, sind endgültig Geschichte.
Um als Bauunternehmen für Bauinteressenten attraktiv genug zu sein, braucht es eine erkennbar scharfe Abgrenzung vom Wettbewerb im relevanten Marktumfeld. Gut, wenn diese einen klaren Mehrwert enthält. Besser, wenn dieser Mehrwert sich auf einem signifikanten Qualitäts- und Servicenutzen bezieht.
Bauinteressenten suchen vor allem Qualitätsinformationen aus erster Hand. In Zeiten eines hohen Transparenzbestrebens sollten Bauunternehmen dieser Tatsache Rechnung tragen. Das bedeutet, bessere Möglichkeiten zu nutzen, um diese zu vermitteln, als zu versuchen, Fragen zu Qualität und Service mit konventionellen Akquisitionsinhalten zu bedienen, wie es bislang geschah.

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