Artikel mit dem Tag "bauherrenbewertung"



Seit Beginn der Corona-Krise ist es schwerer geworden, erfolgreich Bauaufträge zu generieren. Interessenten halten sich spürbar zurück. Die einen, weil sie ihre Geldreserven behalten wollen; andere wiederum, weil Kurzarbeit oder Arbeitslosigkeit sie dazu zwingen. Das zwingt Bauunternehmer dazu, dass bislang angewandte, einfache „Halma-Spiel“ in der Akquisition von Bauinteressenten zugunsten eines strategischen „Schach-Spiels“ aufzugeben.
Kaum zu glauben, aber wahr: Je höher die Bausumme z.B. für ein Einfamilienhaus ist, desto mehr Vergleichsangebote lassen sich Bauinteressenten unterbreiten. Die Analyse zeigt warum: Ursache für dieses Verhalten sind einerseits sehr große Preisabstände zwischen verschiedenen Anbietern und andererseits die absolut gesehen hohen Hauspreise bzw. Baukosten.
Was machen Bauunternehmer sich alles für Gedanken, wie sie zukünftig die Akquisition neuer Bauinteressenten gestalten? Am Ende wollen sie doch nur erfolgreich sein. Viel Geld wird für konventionelle Werbemittel ausgegeben, ohne deren Effektivität in Bezug auf die Gewinnung neuer Bauherren zu überprüfen oder in Zweifel zu ziehen. Dabei kann andererseits auch viel Geld eingespart werden.
Wenn ein Bauunternehmen in seinem Marktumfeld einen scharfen Abstand zu seinen Wettbewerbern generieren will, kann es das mit der Homepage oder über Image-, Werbebroschüren, Kundenzeitschriften und Kataloge sicher nicht erzielen. Zu sehr klingt es hier nach Eigenlob und Selbstdarstellung.
Es gibt mehrere Verfahren und damit Möglichkeiten, Qualitätsmanagement inklusive Qualitätssicherung im Bauunternehmen zu betreiben. Allerdings gilt für nahezu alle Methoden, dass diese über technische oder organisatorische Spezifika definiert und entsprechend aufgebaut sind.
Das Beste, was einem Bauunternehmen passieren kann ist, dass erbrachte Qualitäts- und Serviceleistungen ausdrücklich von seinen übergebenen Bauherren schriftlich gelobt und empfohlen werden. Dann nämlich kann es mit echten, authentischen Qualitätsinformationen gezielt in die Akquisition neuer Bauinteressenten gehen.
Je deutlicher aus Sicht von Bauinteressenten der Abstand eines Bauunternehmens zu seinen Wettbewerbern zu erkennen ist, desto wirkungsvoller ist dessen Akquisition. Das gilt insbesondere dann, wenn der Abstand über die Veröffentlichung erkennbar belegter Qualitäts- und Serviceleistungen wahrgenommen wird.
Je höher die Kundenzufriedenheit eines Unternehmens ist, desto höher ist auch seine Anziehungskraft auf neue Interessenten bzw. Kunden. Das gilt insbesondere für Bauunternehmen. Nirgendwo anders tätigen private Kunden finanzielle Transaktionen in dieser Größenordnung und werden dabei so allein gelassen wie im Haus- und Wohnungsbau.
Qualitäts- und Serviceinformationen spielen im Haus- und Wohnungsbau eine große Rolle. Allerdings nur dann, wenn sie nicht von Homepages stammen. Denn auf ihren Webseiten beschreiben sich alle Bauunternehmen als Top-Anbieter. Das hat nahezu automatisch den faden Beigeschmack einer Mischung aus Eigenlob und Selbstverherrlichung. Gleiches gilt für Imagebroschüren, Kundenzeitschriften & Co.
Es ist so eine Sache mit der digitalen Darstellung der eigenen Qualitäts- und Serviceleistungen im Bauunternehmen. Die Anbieter-Homepage eignet sich nur bedingt dafür, wenn Eigenlob und Selbstdarstellung vermieden werden sollen. In elektronischen Immobilienanzeigen geht das nicht, weil das einer glatten Deplatzierung gleichkäme.

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