Artikel mit dem Tag "referenz-marketing"



Marketing im Baugewerbe bestand und besteht aus einem gemischten, vielfältigen Werkzeugkasten. Dieser wird gemeinhin als Marketing-Mix bezeichnet. Dessen Bedeutung ist zwar gleichgeblieben, allerdings: einzelne Instrumente aus der Vergangenheit haben sich längst selbst überholt.
Die Auftragsproduktivität von Empfehlungen in der Akquisitionspraxis ist nicht zu überbieten. Es braucht im Schnitt nur 2,3 Empfehlungen, um daraus einen Bauauftrag zu schreiben. Über allgemein bekannte, digitale Wege müssen auf der anderen Seite zwischen 20 und 30 Adressen gewonnen und bearbeitet werden, um daraus mit ein wenig Glück einen gleichwertigen Auftrag zu gewinnen.
Sicher haben Sie schonmal darüber nachgedacht, warum vor allem gute Bauunternehmer sich häufig beklagen, dass Kollegen Hausverkaufspreise jenseits von Gut und Böse anbieten. Dadurch werden ihnen erwartete Bauaufträge einfach weggenommen.
Hausverkäufer strotzen in der Regel nur so vor positiven Argumenten für das von ihnen vertretene Bauunternehmen. Vor allem wenn es darum geht, dieses von seiner besten Seite zu zeigen und als klaren Favoriten im Wettbewerb zu küren. Allerdings sind die meisten dieser Argumente längst überholt. Sie sind buchstäblich „Schnee“ von gestern.
Authentische, ehrliche Bewertungen bereits übergebener Bauherren sind für Bauinteressenten Qualitäts-Bewertungen Gleichgesinnter. Sie sind belastbar und vor allem glaubwürdiger als jede andere Information. Denn Keiner erlebt die Zusammenarbeit mit seinem Baupartner intensiver und näher als Bauherren.
Content ist ein relativ neuzeitliches Wort, hinter dem aber deutlich mehr steht, als allgemein vermutet wird. Wörtlich übersetzt bedeutet Content „Inhalt“ oder „Zufriedenheit“. Gemeint sind damit zum Beispiel Inhalte von Homepages, die den Leser interessieren, entsprechende Bilder, Grafiken, Videos oder Musikdateien.
Es ist allgemein bekannt, dass Bauunternehmer, deren Knowhow, Fähigkeiten und Kompetenzen nun mal mehr im Bereich der Bautechnik liegen, das Thema Marketing tendenziell stiefmütterlich betrachten und dann auch so behandeln.
Ein heute zeitgemäßer Verkäufer aus dem Haus- und Wohnungsbau ist weder stromlinienförmig angepasst, noch orientiert er sich an situativen Gelegenheiten. Im Gegenteil: Er stellt sich professionell auf seine Kundschaft, also Bauinteressenten, ein. Und zwar auf moderne, anders als früher denkende und agierende Bauinteressenten und vor allem auf deren Primärbedürfnisse, die mehr als gebührend berücksichtigt werden wollen.
Es ist ein beliebtes Spiel im Haus- und Wohnungsbau, mit ein paar Federstrichen den Grundriss oder das Raumprogramm, Flächen, Dachformen oder Dachüberstände so zu verändern, dass der Preis massiv sinkt. Dazu wird ein wenig an der Leistungsbeschreibung herumgedoktert, und schon ist das Angebot € 25.000,00 preiswerter als das des Wettbewerbers. Wir sind der Meinung, das ist unseriös!
Seit 2014 kannte die Bauwirtschaft, insbesondere der Haus- und Wohnungsbau, nur eine Richtung: nach oben! Schon in den ersten Monaten 2020 zeichnete sich ab, dass dies vorbei war. Erst dadurch haben sich viele Bauunternehmer wieder daran erinnert, dass es so etwas wie Marketing- und Akquisitionsaufgaben gibt. Nun graben sie die Instrumente der Auftragsakquisition wieder aus.

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