Umsatzrendite ist eine der wichtigsten Steuerungskennzahlen im Handwerksbetrieb

Hier ist ein Überblick, warum die Umsatzrendite so wichtig ist und wie Sie diese für Ihren Betrieb nutzen:

 

1. Die Formel: So rechnen Sie

 

Die Berechnung ist unkompliziert. Sie benötigen lediglich Ihren Gewinn (vor Steuern) und Ihren Netto-Umsatz aus der betriebswirtschaftlichen Auswertung (BWA):

 

Umsatzrendite (in %)} = Gewinn /Umsatzerlöse

 

Ein Beispiel:

Erwirtschaftet Ihr Betrieb 500.000 € Umsatz und am Ende bleibt ein Gewinn von 25.000 € stehen, liegt Ihre Umsatzrendite bei 5 %. Das bedeutet: Von jedem Euro Umsatz bleiben 5 Cent im Unternehmen.

 

2. Was ist ein „guter“ Wert im Handwerk?

 

Die Rendite hängt stark vom Gewerk ab (materialintensiv vs. lohnintensiv). Als grobe Orientierung für Handwerksbetriebe gilt:

 

  • Unter 2 %: Kritisch. Hier besteht kaum Puffer für Krisen oder notwendige Investitionen.
  • 3 % bis 5 %: Solider Durchschnitt in vielen Gewerken.
  • Über 7 %: Sehr gut. Der Betrieb arbeitet hocheffizient und hat eine starke Marktposition.

Wichtig für Einzelunternehmer:

 

Achten Sie darauf, ob in Ihrem Gewinn bereits ein kalkulatorischer Unternehmerlohn enthalten ist. Wenn Sie sich kein Gehalt auszahlen, sondern vom Gewinn leben, muss dieser Lohn erst abgezogen werden, um die echte Wirtschaftlichkeit des Betriebs zu sehen.

 

3. Warum die Umsatzrendite Ihre wichtigste „Warnlampe“ ist

 

Die Umsatzrendite ist oft wertvoller als die bloße Umsatzzahl. Steigt Ihr Umsatz, aber die Rendite sinkt, „fressen“ die Kosten das Wachstum auf.

 

Häufige Ursachen für eine sinkende Rendite im Handwerk:

 

  • Steigende Materialpreise: Diese werden nicht oder zu langsam an Kunden weitergegeben.
  • Unproduktive Zeiten: Zu viel Zeit für Fahrten, Rüstzeiten oder Nachbesserungen.
  • Falsche Kalkulation: Es wird mit veralteten Stundensätzen gearbeitet, die die gestiegenen Lohnnebenkosten nicht decken.
  • Schlechter Kundenmix: Zu viele Aufträge für preissensible Kunden mit geringer Marge.

4. Stellschrauben zur Verbesserung

 

Wenn Sie Ihre Rendite steigern wollen, haben Sie drei Hebel:

 

  1. Preise erhöhen: Prüfen Sie Ihre Stundensätze. Oft reicht eine kleine Erhöhung, um die Rendite spürbar zu heben.
  2. Kosten senken: Optimieren Sie den Materialeinkauf oder reduzieren Sie Fixkosten (z.B. Energie, Fuhrpark).
  3. Effizienz steigern: Digitale Zeiterfassung, bessere Tourenplanung oder standardisierte Prozesse reduzieren „verschenkte“ Arbeitsstunden.

Für mehr Fachinformationen zum Thema: WWW.BAUHERREN-PORTAL.COM

 

Theo van der Burgt (Geschäftsführer BAUHERRENreport GmbH)

 

Kontakt: 021 31-742 789-0 oder 0172-213 26 02 Mail: [email protected]

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