Der Rohertrag ist im Handwerk die Basis für die Lohn- und Gemeinkostenplanung

Warum der Rohertrag die Basis ist

 

In einem Handwerksbetrieb müssen vom Rohertrag folgende Blöcke gedeckt werden:

 

  1. Lohnkosten: Nicht nur die Nettolöhne, sondern die gesamten Lohnnebenkosten (Arbeitgeberanteile, Sozialversicherungen).
  1. Gemeinkosten: Miete für die Werkstatt, Versicherungen, Fuhrpark, Werkzeuge, Büroorganisation und Marketing.
  1. Zinsen und Tilgung: Für Kredite oder Leasingverträge.
  1. Gewinn: Um Rücklagen zu bilden und Investitionen in die Zukunft zu tätigen.

Die Kalkulationslogik

 

Wenn Sie Ihre Preise kalkulieren, hilft der Rohertrag dabei, den Stundenverrechnungssatz zu bestimmen. Die Logik dahinter sieht meist so aus:

 

  • Schritt 1: Ermittlung aller Fixkosten (Gemeinkosten) pro Jahr.
  • Schritt 2: Ermittlung der produktiven Stunden (die Stunden, die tatsächlich beim Kunden abgerechnet werden können).
  • Schritt 3: Festlegung des Ziel-Rohertrags, der nötig ist, um diese Kosten zu decken und einen Gewinn zu erwirtschaften.

Wichtige Erkenntnis:

 

Ein hoher Umsatz allein sagt im Handwerk wenig aus. Wenn die Materialkosten (z.B. durch teure Einkaufspreise) den Rohertrag auffressen, bleibt trotz voller Auftragsbücher am Ende kein Geld für die Löhne übrig.

 

Typische Stellschrauben zur Verbesserung des Rohertrags:

 

  • Einkaufsoptimierung: Bessere Konditionen beim Großhandel verhandeln.
  • Verschnitt- und Schwundreduzierung: Effizienterer Umgang mit Materialien.
  • Preisanpassung: Sicherstellen, dass Materialaufschläge die tatsächlichen Logistik- und Lagerkosten decken.

Für mehr Fachinformationen zum Thema: WWW.BAUHERREN-PORTAL.COM

 

Theo van der Burgt (Geschäftsführer BAUHERRENreport GmbH)

 

Kontakt: 021 31-742 789-0 oder 0172-213 26 02 Mail: [email protected]

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