Energieeffizienz im Handwerksbetrieb reduziert langfristig Kosten und schont Ressourcen

1. Die "Quick Wins" (Sofortmaßnahmen)

 

Oft lässt sich schon mit minimalem Investitionsaufwand eine spürbare Senkung der laufenden Kosten erreichen:

 

  • Beleuchtung: Umstellung auf LED mit Bewegungsmeldern oder tageslichtabhängiger Steuerung. Das spart in Werkstätten oft bis zu 70 % der Stromkosten für Licht.
  • Druckluft optimieren: In vielen Betrieben ist Druckluft der teuerste Energieträger. Schon das Abdichten kleiner Leckagen und das Absenken des Netzdrucks um 1 bar spart massiv Strom.
  • Heizungspumpen: Austausch alter Standardpumpen gegen hocheffiziente Umwälzpumpen amortisiert sich oft schon nach ein bis zwei Jahren.

2. Querschnittstechnologien & Prozesse

 

Hier geht es an die größeren Stellschrauben, die meist eine fundierte Planung erfordern:

 

  • Wärmerückgewinnung: Absauganlagen (z. B. in Schreinereien oder Lackierereien) ziehen warme Luft nach draußen. Wärmetauscher können diese Energie zurückgewinnen.
  • Energetische Sanierung: Dämmung der Werkshalle und Austausch veralteter Fenster reduzieren die Heizlast im Winter und die Kühllast im Sommer.
  • Maschinenpark: Bei Neuanschaffungen konsequent auf Energieeffizienzklassen achten. Moderne Motoren mit Frequenzumrichtern passen ihre Leistung dem tatsächlichen Bedarf an.

3. Eigenversorgung und Lastmanagement

 

Die Unabhängigkeit vom Strommarkt ist für Handwerksbetriebe heute ein echter Wettbewerbsvorteil:

 

  • Photovoltaik (PV): Da Handwerksbetriebe meist tagsüber arbeiten, ist der Eigenverbrauchsanteil des erzeugten Sonnenstroms ideal hoch.
  • Spitzenlastkappung (Peak Shaving): Durch intelligente Steuerung wird vermieden, dass zu viele stromintensive Geräte gleichzeitig anlaufen. Das senkt den Leistungspreis beim Energieversorger.

Warum sich das Handwerk jetzt bewegen sollte:

 

Kostensenkung: Jede eingesparte Kilowattstunde verbessert direkt die Marge

 

Imagegewinn: Nachhaltigkeit ist für Kunden (besonders öffentliche Auftraggeber) ein wichtiges Auswahlkriterium

 

Fördergelder: Bund und Länder unterstützen Energieberatungen und Investitionen in hocheffiziente Technik mit attraktiven Zuschüssen (z. B. über die BAFA oder KfW).

 

Ein wichtiger erster Schritt:

 

Viele Handwerkskammern bieten kostenlose Initialberatungen an, um die größten "Energiefresser" im Betrieb zu identifizieren.

 

Mehr Fachinformationen zum Thema hier: WWW.BAUHERREN-PORTAL.COM

 

Theo van der Burgt (Geschäftsführer BAUHERRENreport GmbH)

 

Kontakt: 021 31-742 789-0 oder 0172-213 26 02 Mail: [email protected]

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