Hohe Energiepreise für Betrieb, Heizung und Fahrzeuge belasten das Handwerk zunehmend

1. Aktuelle Entlastungen und politische Maßnahmen

 

Seit Anfang 2026 gibt es einige Neuerungen, die darauf abzielen, die Kostenspirale zu bremsen:

 

  • Senkung der Stromsteuer: Für das produzierende Gewerbe wurde die Stromsteuer dauerhaft gesenkt, was insbesondere energieintensiven Handwerksbetrieben zugutekommt.
  • Wegfall der Gasspeicherumlage: Ab 2026 wird diese Umlage nicht mehr erhoben, was die Gaskosten für Heizung und Prozesse leicht entlastet.
  • Netzentgelt-Zuschuss: Der Bund bezuschusst die Übertragungsnetzentgelte mit Milliardenbeträgen aus dem Klima- und Transformationsfonds (KTF), um die Strompreise stabil zu halten.

2. Handlungsspielräume für Ihren Betrieb

 

Viele Betriebe versuchen, die Belastung durch eine Kombination aus Effizienz und Förderung abzufedern:

 

1.     Breitenförderung Mobilität durch Zuschüsse für E-Fahrzeuge, Ladeinfrastruktur oder Lastenräder (Programm "Mobil gewinnt") in Anspruch nehmen

 

2.     Heizung & Gebäude durch Zuschuss beim Tausch alter fossiler Heizungen gegen Wärmepumpen oder Biomasse nutzen

 

3.     Prozesse durch kostenfreie Energieberatung speziell für Handwerksgewerke (MIE) rationalisieren, um versteckte Stromfresser zu finden.

 

3. Strategische Anpassungen

  • Preisanpassungen: Laut Umfragen geben über 80 % der Betriebe die gestiegenen Kosten zumindest teilweise an die Kunden weiter. Das ist oft unumgänglich, birgt aber das Risiko einer sinkenden Nachfrage.
  • Eigenversorgung: Die Investition in PV-Anlagen auf Werkstattdächern amortisiert sich bei den aktuellen Strompreisen so schnell wie nie zuvor, oft schon nach 5 bis 7 Jahren.
  • Digitale Tourenplanung: Im Bereich Fahrzeuge hilft oft schon eine KI-gestützte Routenoptimierung, um die Kilometerleistung und damit die Kraftstoffkosten um 10–15 % zu senken.

Ein wichtiger Hinweis: Das Handwerk ist zweigeteilt. Während Bau- und Ausbaugewerbe unter den Zinsen leiden, boomen Gewerke, die selbst Lösungen für die Energiekrise anbieten (z.B. SHK-Betriebe für Wärmepumpen oder Elektriker für PV-Anlagen).

 

Für mehr Fachinformationen zum Thema: WWW.BAUHERREN-PORTAL.COM

 

Theo van der Burgt (Geschäftsführer BAUHERRENreport GmbH)

 

Kontakt: 021 31-742 789-0 oder 0172-213 26 02 Mail: [email protected]

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