1. Warum die Erfolgsmessung so wichtig ist
Viele Handwerker kalkulieren intuitiv oder basierend auf alten Erfahrungswerten. Die Erfolgskontrolle (Nachkalkulation) liefert jedoch die harten Fakten:
- Verlustbringer identifizieren: Man erkennt sofort, welche Aufträge oder Leistungsbereiche (z. B. Kleinreparaturen vs. Großprojekte) unterm Strich kein Geld einbringen.
- Zeitfresser entlarven: Wurden für die Rohrverlegung 10 Stunden geplant, aber 15 gebraucht? Die Messung zeigt, wo die Zeit verloren ging (Materialmangel, Baustellenorganisation, Fehlplanung).
- Liquidität sichern: Nur wer weiß, was er verbraucht hat, kann Zusatzleistungen rechtzeitig in Rechnung stellen.
2. Die drei Ebenen der Optimierung
Wenn Sie Ihre Zahlen nach dem Projekt auswerten, können Sie, wenn notwendig, an drei Stellschrauben drehen:
2.1. Kalkulationsbasis: Anpassung von Stundenverrechnungssätzen und Materialzuschlägen für passgenaue Angebote
2.2. Prozessabläufe: Verbesserung der Logistik, Werkzeugbereitstellung oder Kommunikation für eine höhere Effizienz auf der Baustelle
2.3. Personal: Gezielte Schulungen, wenn bestimmte Arbeiten immer länger dauern als geplant
3. Der Kreislauf des Erfolgs
Erfolgreiche Handwerker nutzen ein geschlossenes System:
- Vorkalkulation: Schätzung basierend auf Erfahrung und Eckdaten.
- Datenerfassung: Digitale Zeiterfassung und Materialbuchung direkt auf der Baustelle.
- Nachkalkulation: Vergleich der tatsächlichen Kosten mit dem Angebot.
- Lerneffekt: Die Erkenntnisse fließen direkt in das nächste Angebot ein.
Wichtiger Hinweis: Eine Nachkalkulation ist kein Kontrollinstrument zur Bestrafung von Mitarbeitern, sondern ein Werkzeug zur Existenzsicherung des Betriebes. Nur ein profitabler Betrieb kann gute Löhne zahlen und in Werkzeug investieren.
Mehr Fachinformationen zum Thema hier: WWW.BAUHERREN-PORTAL.COM
Theo van der Burgt (Geschäftsführer BAUHERRENreport GmbH)
Kontakt: 021 31-742 789-0 oder 0172-213 26 02 Mail: [email protected]

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