1. Wirtschaftliche Perspektive:
Handwerksbetriebe sind Unternehmen. Wenn ein Auftrag nicht rentabel ist – also die Kosten für Material, Arbeitszeit, Lohn und Overhead den Umsatz übersteigen oder nur knapp abdecken – kann der
Betrieb langfristig nicht bestehen, wenn solche Aufträge angenommen werden. Rentable Aufträge sichern die Existenz des Unternehmens, die Gehälter der Mitarbeiter und die
Investitionsfähigkeit.
2. Zeit- und Qualitätsfaktor:
Aufträge, die nicht rentabel sind, erfordern oft denselben Aufwand wie profitable Aufträge. Das kann zu Zeitdruck führen, was die Qualität beeinträchtigt. Auf Dauer kann dies den Ruf des
Handwerkers schädigen, was sich negativ auf zukünftige Aufträge auswirkt.
3. Strategische Auswahl:
Handwerker können Aufträge auch nach strategischen Gesichtspunkten ablehnen – z. B. wenn der Auftrag wenig Erfahrung bringt, die Spezialisierung nicht fördert oder die eigenen Ressourcen
blockiert. Dadurch bleibt Kapazität für lukrativere oder sinnvollere Projekte frei.
4. Kundenbeziehung und Kommunikation:
Es ist wichtig, Aufträge professionell abzulehnen, z. B. mit einer freundlichen Erklärung oder Empfehlung eines anderen Dienstleisters. So bleibt der Kontakt positiv, und der Kunde fühlt sich
ernst genommen.
Fazit:
Ja, Handwerker sollten unprofitable Aufträge ablehnen, um die wirtschaftliche Stabilität, Qualität und strategische Ausrichtung ihres Betriebs zu sichern. Es geht nicht nur um kurzfristige Gewinnmaximierung, sondern um nachhaltiges Wirtschaften.
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Theo van der Burgt (Geschäftsführer BAUHERRENreport GmbH)
Kontakt: 021 31-742 789-0 oder 0172-213 26 02 Mail: [email protected]

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