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Preisschwankung bei Baustoffen beeinflussen die Materialkosten in Handwerksbetrieben

Aktuelle Preisentwicklung (Stand 2026)

 

Nach den massiven Steigerungen durch Pandemie und Energiekrise hat sich der Markt zwar beruhigt, aber die Preise sinken kaum.

 

  • Moderate Steigerung: Für 2026 wird ein Anstieg der Baupreise von etwa 2,5 % prognostiziert. Das ist deutlich weniger als in den Krisenjahren, liegt aber über dem langjährigen Durchschnitt vor 2020.
  • Energieintensive Materialien: Baustoffe wie Zement, Glas und Ziegel bleiben aufgrund hoher Energiekosten teuer.
  • Trendwende beim Bauvolumen: Erstmals seit Jahren wird für 2026 wieder ein leichtes Wachstum im Bauvolumen (ca. +2 %) erwartet, was die Nachfrage und damit die Preise stützen könnte.

Warum Preisschwankungen das Handwerk so hart treffen

 

Im Handwerk besteht ein strukturelles Problem bei der Weitergabe von Kostensteigerungen:

 

  1. Das Kalkulationsrisiko: Grundsätzlich trägt der Handwerker das Risiko. Wenn zwischen Angebot und Ausführung die Preise steigen, sinkt direkt die Gewinnmarge.
  2. Lange Vorlaufzeiten: Zwischen der ersten Kalkulation und dem tatsächlichen Materialeinkauf vergehen oft Monate. In dieser Zeit können Weltmarktpreise (z. B. für Kupfer oder Stahl) stark schwanken.
  3. Rechtliche Hürden: Nachträgliche Preiserhöhungen bei Festpreisverträgen sind rechtlich kaum durchsetzbar, es sei denn, es liegt eine „Störung der Geschäftsgrundlage“ vor – die Hürden hierfür sind jedoch extrem hoch.

Strategien für Handwerksbetriebe

 

Um die Materialkosten im Griff zu behalten, nutzen erfolgreiche Betriebe heute folgende Werkzeuge:

 

Maßnahme                Beschreibung

 

Kurze Bindefristen     Angebote werden nur noch für 7 bis 14 Tage garantiert statt für Monate

 

Preisgleitklauseln       Vertragliche Vereinbarung, dass sich der Preis an offizielle Indizes (z. B.

vom Statistischen Bundesamt) anpasst

 

Materialvorrat            Lagerung von gängigen Materialien, um Preissicherheit zu gewinnen

(bindet jedoch Kapital)

 

Kommunikation         Kunden frühzeitig über die Marktsituation informieren, um Akzeptanz

für nötige Preisanpassungen zu schaffen

 

Was Sie jetzt tun können

 

Wenn Sie gerade ein größeres Projekt planen oder kalkulieren, sollten Sie unbedingt prüfen, ob Ihre Angebote mit Gleitklauseln abgesichert sind.

 

Mehr Fachinformationen zum Thema hier: WWW.BAUHERREN-PORTAL.COM

 

Theo van der Burgt (Geschäftsführer BAUHERRENreport GmbH)

 

Kontakt: 021 31-742 789-0 oder 0172-213 26 02 Mail: [email protected]

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