1. Unterauslastung
Definition: Die vorhandenen Kapazitäten (Mitarbeiter, Maschinen, Werkzeuge) werden nicht voll genutzt.
Folgen:
- Fixkosten bleiben hoch: Miete, Maschinen, Gehälter – diese Kosten fallen unabhängig von der Auslastung an. Bei Unterauslastung verteilen sich diese Kosten auf weniger Aufträge → Stückkosten steigen.
- Ineffiziente Nutzung von Personal: Handwerker arbeiten nicht voll, Zeit wird verschwendet, Motivation kann sinken.
- Weniger Umsatz: Die Kapazitäten liegen brach, es werden weniger Aufträge abgearbeitet.
Beispiel:
Ein Malerbetrieb hat 5 Mitarbeiter, aber nur Aufträge für 3. Zwei Mitarbeiter stehen oft „rum“, während die Fixkosten für alle 5 anfallen.
2. Überauslastung
Definition: Die Kapazitäten werden dauerhaft über ihre optimale Leistungsfähigkeit hinaus beansprucht.
Folgen:
- Qualitätsverlust: Hetzen kann zu Fehlern und Nacharbeit führen.
- Höhere Personalkosten: Überstunden, eventuelle Leiharbeiter oder hohe Lohnzuschläge.
- Betriebsstress: Mitarbeiter sind ausgelastet → höhere Fehlzeiten, Burnout-Risiko.
- Lieferverzögerungen: Kundenaufträge werden langsamer abgearbeitet → Zufriedenheit sinkt.
Beispiel:
Ein Tischlereibetrieb hat viele Aufträge, alle Mitarbeiter arbeiten Vollzeit + Überstunden. Es entstehen Fehler, Liefertermine werden knapp, Nacharbeit und Stress erhöhen die Kosten.
3. Die goldene Mitte: Effizienz
- Ziel ist optimale Auslastung: Kapazitäten so nutzen, dass keine Leerlaufzeiten entstehen, aber auch keine Überlastung.
- Vorteile: Fixkosten werden gut verteilt, Qualität bleibt hoch, Mitarbeiter bleiben motiviert.
Kennzahlen im Handwerk:
- Kapazitätsauslastung (%) = tatsächlich geleistete Stunden ÷ verfügbare Stunden × 100
- Werte zwischen 85–95 % gelten oft als optimal, da sie kleine Puffer für Flexibilität lassen.
Mehr Fachinformationen zum Thema hier: WWW.BAUHERREN-PORTAL.COM
Theo van der Burgt (Geschäftsführer BAUHERRENreport GmbH)
Kontakt: 021 31-742 789-0 oder 0172-213 26 02 Mail: [email protected]

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