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Ohne eine realistische Zeitenplanung leidet die Rentabilität im Bauunternehmen

1. Die "Gewinnfresser" bei schlechter Planung

 

Wenn der Zeitplan unrealistisch ist, entstehen versteckte Kosten, die in der Kalkulation oft nicht vorgesehen sind:

 

  • Leerkosten & Stillstand: Wenn Gewerk A nicht fertig wird, steht Gewerk B (oder der Nachunternehmer) bereit, kann aber nicht arbeiten. Die Vorhaltekosten für Maschinen und Personal laufen jedoch weiter.
  • Konventionalstrafen: Viele Bauverträge enthalten Pönalen für Terminüberschreitungen. Diese fressen die ohnehin oft knappen Margen direkt auf.
  • Hektik führt zu Mängeln: Unter Zeitdruck sinkt die Ausführungsqualität. Die Folge sind teure Nachbesserungen und Gewährleistungsansprüche, die oft erst Jahre später die Bilanz belasten.
  • Ineffizienter Ressourceneinsatz: Ad-hoc-Beschaffungen von Material oder kurzfristige Anmietungen von Geräten sind deutlich teurer als geplanter Einkauf.

 

2. Der Teufelskreis der Liquidität

 

Eine schlechte Zeitplanung stört den Cashflow. Bauunternehmen arbeiten oft mit Abschlagszahlungen, die an bestimmte Meilensteine gebunden sind.

 

  • Verzögerter Mittelzufluss: Wird ein Meilenstein nicht rechtzeitig erreicht, verschiebt sich die Rechnungstellung.
  • Vorfinanzierungslast: Das Unternehmen muss Löhne und Material weiterbezahlen, während der Zahlungseingang stockt. Dies erhöht die Zinslast für Kontokorrentkredite.

 

3. Strategien für eine realistische Planung

 

Um die Rentabilität zu sichern, muss die Planung als aktives Steuerungselement und nicht nur als lästige Pflicht gesehen werden. Das bedeutet

 

·       Pufferzeiten einbauen, um Unvorhersehbares (Wetter, Lieferverzögerungen) abzufangen, ohne den Gesamttermin zu gefährden.

·       Soll-Ist-Vergleich durchführen, die ein frühzeitiges Erkennen von Abweichungen ermöglicht inkl. rechtzeitigem Gegensteuern (z.B. Personalaufstockung).

·       Lean Construction realisieren, um Verschwendung durch eng abgestimmte Taktung der Gewerke zu minimieren.

·       Digitale Bautagebücher führen, um Transparenz und eine fundierte Datenbasis für zukünftige Kalkulationen zu generieren.

 

Fazit:

 

Ein realistischer Bauzeitenplan ist das Skelett des wirtschaftlichen Erfolgs. Er schützt nicht nur vor direkten Mehrkosten, sondern sichert auch den Ruf des Unternehmens. Termintreue ist im Wettbewerb eines der stärksten Verkaufsargumente.

 

Mehr Fachinformationen zum Thema hier: WWW.BAUHERREN-PORTAL.COM

 

Theo van der Burgt (Geschäftsführer BAUHERRENreport GmbH)

 

Kontakt: 021 31-742 789-0 oder 0172-213 26 02 Mail: [email protected]

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