1. Die Kostenfalle: Material und Energie
- Materialpreis-Volatilität: Preise für Stahl, Dämmstoffe und Holz schwanken oft so stark, dass Angebote, die vor drei Monaten erstellt wurden, heute kaum noch rentabel sind.
- Energiekosten: Besonders energieintensive Gewerke (z. B. Fliesenleger, Glaser oder Metallbauer) leiden unter den hohen Preisen für Transport und Herstellung der Baustoffe.
- Eingeschränkte Kalkulierbarkeit: Festpreisgarantien, die früher Standard waren, werden für Handwerksbetriebe zum existenziellen Risiko.
2. Zusätzliche Belastungsfaktoren
Neben Material und Energie drücken weitere Punkte auf das Ergebnis:
- Fachkräftemangel: Um Personal zu halten oder zu gewinnen, müssen Löhne steigen, was die Lohnnebenkosten erhöht.
- Zinswende: Höhere Zinsen führen dazu, dass private und gewerbliche Kunden Bauprojekte verschieben oder stornieren, was den Wettbewerbsdruck erhöht.
- Bürokratieaufwand: Dokumentationspflichten und langwierige Genehmigungsverfahren binden Ressourcen, die nicht direkt produktiv abgerechnet werden können.
3. Strategien zur Sicherung der Erträge
Viele Betriebe reagieren bereits mit folgenden Maßnahmen:
- Gleitklauseln: In Verträge werden Preisgleitklauseln eingebaut, um Preissteigerungen bei Material an den Kunden weitergeben zu können.
- Kürzere Angebotsfristen: Angebote sind oft nur noch wenige Tage oder Wochen gültig.
- Anzahlungen: Um die Vorfinanzierungskosten für teures Material zu senken, werden verstärkt Abschlagszahlungen vereinbart.
- Effizienzsteigerung: Digitalisierung der Baustellendokumentation und optimierte Tourenplanung, um unproduktive Zeiten zu minimieren.
Mehr Fachinformationen zum Thema hier: WWW.BAUHERREN-PORTAL.COM
Theo van der Burgt (Geschäftsführer BAUHERRENreport GmbH)
Kontakt: 021 31-742 789-0 oder 0172-213 26 02 Mail: [email protected]

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