Die entscheidenden Themenbereiche, sortiert nach der Häufigkeit, mit der sie in Studien, Umfragen und Kundenfeedback als maßgebliche Entscheidungskriterien genannt werden:
Fachliche / handwerkliche Qualität der Ausführung (86–90 % Nennung in Umfragen)
→ Kern der klassischen Qualitätsbefragung → Verarbeitung, Materialwahl, Haltbarkeit, Optik, Funktionalität, Maßgenauigkeit
Termintreue & Zuverlässigkeit (85–88 %)
→ Wann wurde zugesagt, wann wirklich begonnen / fertig geworden? → Absprachen einhalten, Rückmeldung bei Verzögerungen
Kostentransparenz & seriöses Preisniveau (82–85 %)
→ Keine bösen Nachforderungen → Verständlicher, nachvollziehbarer Kostenvoranschlag
→ Preis-Leistungs-Verhältnis insgesamt
Sauberkeit & Rücksichtnahme auf der Baustelle (sehr hoch bei Privatkunden)
→ Wie hinterlässt der Betrieb die Wohnung / das Haus? → Schmutzschutz, Baustellenordnung, Rücksicht auf Bewohner/Möbel
Freundlichkeit, Höflichkeit & Kommunikation: Entscheidungsfaktor Nr. 1
→ Umgangston (auch am Telefon und per WhatsApp) → Erreichbarkeit & Reaktionsgeschwindigkeit → Verständliche Erklärungen, realistische Einschätzungen
Beratungsqualität vor Auftragserteilung
→ Kompetenter, ehrlicher Rat (auch wenn das bedeutet, einen Auftrag abzulehnen oder günstiger zu machen) → Alternativen aufzeigen, Vor- und Nachteile erklären
Nachsorge & Reklamationsverhalten
→ Wie schnell und kulant werden Mängel behoben? → Nachfragen nach Abschluss („Alles in Ordnung?“)
Digitaler Eindruck & Transparenz (stark steigend)
→ Ordentliche Website mit echten Referenzen (vorher-nachher-Bilder) → Aktuelle Bewertungen (Google, wirsindhandwerk.de etc.) → Möglichkeit, Auftragsstand digital zu verfolgen (wird von ~40 %
gewünscht)
Nachhaltigkeit & Umweltverhalten (zunehmend relevant)
→ Einsatz schadstoffarmer Materialien → Entsorgungskonzept
→ Energieeffiziente Lösungen / Fördermittelberatung
Gesamteindruck & Empfehlungsbereitschaft (Net Promoter Score oder direkte Frage)
→ „Würden Sie uns weiterempfehlen?“ (0–10)
→ Offenes Kommentarfeld (Gold wert!)
Typische Lücken in vielen Handwerksbefragungen
- Sauberkeit & Baustellenrücksicht → fast nie gefragt, aber häufigster Kritikpunkt
- Kommunikation & Erreichbarkeit → oft unterschätzt
- Ehrliche Beratung & Kostentransparenz → werden selten explizit abgefragt
- Nachsorge nach 4–12 Wochen → fast nie erhoben
Kurzer Tipp für eine aussagekräftige Befragung
- Maximal 8–12 Fragen (sonst sinkt die Rücklaufquote dramatisch)
- Schulnoten-Skala (1–6) oder 0–10 + offenes Textfeld
- Anonymität zusichern
- Am besten direkt mit der Rechnung mitschicken oder per QR-Code/Online-Link 1–3 Tage nach Abschluss
- Immer die Weiterempfehlungsfrage (NPS) stellen – sie korreliert am stärksten mit zukünftigem Umsatz
Fazit:
Eine gute Qualitätsbefragung im Handwerk umfasst nicht nur die handwerkliche Leistung, sondern genau die Mischung aus Handwerk + Service + Baustellenkultur + Kommunikation, die private Bauherren und Renovierer heute entscheidend finden. Wer nur nach „Qualität der Arbeit“ fragt, erhält ein viel zu positives, aber wenig aussagekräftiges Bild.
Mehr Informationen zum Thema finden Sie auf WWW.BAUHERREN-PORTAL.COM
Theo van der Burgt (Geschäftsführer BAUHERRENreport GmbH)
Kontakt: 021 31-742 789-0 oder 0172-213 26 02 Mail: [email protected]

Kommentar schreiben