Marktentwicklung zwingt Handwerksbetriebe zu einer Umstellung ihrer Anwerbekonzepte

1. Weg vom „Post & Pray“, hin zum Active Sourcing

 

Früher schaltete man eine Anzeige in der Lokalzeitung und wartete auf Bewerbungen. Heute sind die besten Fachkräfte bereits in festen Anstellungen.

 

  • Die Umstellung: Betriebe müssen dort präsent sein, wo sich die Zielgruppe aufhält – in den sozialen Medien (Instagram, TikTok, Facebook).
  • Social Recruiting: Durch gezielte Werbeanzeigen werden auch „passiv Suchende“ erreicht – also Menschen, die zwar nicht aktiv suchen, aber bei einem besseren Angebot wechselbereit wären.

2. Die „Einfachheits-Revolution“ im Bewerbungsprozess

 

Handwerker haben keine Lust auf komplizierte Online-Portale oder das Formatieren von Anschreiben am PC.

 

  • Die Umstellung: Ein 60-Sekunden-Bewerbungsprozess via Smartphone.
  • Die Lösung: Kurze Abfragen („Hast du einen Führerschein?“, „Wie viele Jahre Erfahrung hast du?“) ohne Lebenslauf-Pflicht im ersten Schritt. Ein Rückruf des Chefs ersetzt das klassische Anschreiben.

3. Employer Branding: Handwerk ist (wieder) sexy

 

Der Markt zwingt Betriebe dazu, ihre Identität klar zu definieren. Warum sollte jemand bei dir arbeiten und nicht beim Betrieb drei Straßen weiter?

 

  • Die Umstellung: Authentisches Marketing statt Stockfotos.
  • Einblicke geben: Echte Mitarbeiter zeigen, Baustellen-Storys posten und die Team-Kultur erlebbar machen. Fachkräfte suchen heute nach Wertschätzung und einem modernen Arbeitsumfeld.

4. Benefits, die wirklich zählen

 

Obstkörbe locken niemanden mehr hinter dem Ofen hervor. Die Marktentwicklung verlangt nach harten und weichen Mehrwerten.

 

  • Gefragte Konzepte:
    • 4-Tage-Woche: Ein riesiger Wettbewerbsvorteil im Handwerk.
    • Top-Ausstattung: Hochwertiges Werkzeug und moderne Firmenwagen (auch zur privaten Nutzung).
    • Gesundheitsbenefits: Krankenzusatzversicherungen oder Job-Rad-Leasing.

5. Fokus auf die „Candidate Journey“

 

In Zeiten des Fachkräftemangels ist der Bewerber der König.

 

  • Die Umstellung: Schnelligkeit ist alles. Wenn ein Handwerker Interesse zeigt, muss die Reaktion innerhalb von 24 bis 48 Stunden erfolgen. Wer eine Woche wartet, verliert den Kandidaten an die Konkurrenz.

Vergleich: Altes vs. Neues Recruiting

 

Merkmal

Traditionelles Konzept

Modernes Konzept

Kanal

Zeitung, Arbeitsagentur

Social Media, Mitarbeiter-Empfehlungen

Hürde

Formale Bewerbung (Papier/PDF)

Kurzer Klick-Funnel (Smartphone)

Botschaft

„Wir suchen Verstärkung“

„Das bieten wir deinem Leben“

Reaktionszeit

Wochen

Stunden bis Tage

 

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Theo van der Burgt (Geschäftsführer BAUHERRENreport GmbH)

 

Kontakt: 021 31-742 789-0 oder 0172-213 26 02 Mail: [email protected]

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