Argumente für spitze Leistungen (Spezialisierung)
1. Klarere Positionierung am Markt
- Kunden verstehen sofort, wofür der Betrieb steht
- Leichtere Abgrenzung vom Wettbewerb
- Besseres Marketing („DER Experte für …“ statt „Wir machen alles“)
2. Höhere Preise und bessere Margen
- Spezialisten können Preisprämien durchsetzen
- Weniger Vergleichbarkeit mit Billiganbietern
- Kunden zahlen für Kompetenz, nicht für Stunden
3. Effizientere Abläufe
- Wiederholbare Prozesse
- Weniger Fehler, geringere Nacharbeit
- Schnellere Einarbeitung von Mitarbeitern
4. Fachkräftesicherung
- Attraktiver für qualifizierte Mitarbeiter
- Klare Kompetenzprofile
- Höherer Stolz auf die eigene Arbeit
Argumente für breite Leistungen (Generalisten)
1. Stabilere Auslastung
- Schwankungen in einzelnen Gewerken können abgefedert werden
- Besonders wichtig in ländlichen Regionen
2. Bestehende Kundenbeziehungen
- Kunden schätzen „alles aus einer Hand“
- Höhere Kundenbindung
3. Abhängigkeit vom Markt
- Nischen können schrumpfen (Technologie, Regulierung)
- Breite Leistungen verteilen das Risiko
Die Praxislösung: T-Modell
Viele erfolgreiche Handwerksbetriebe fahren gut mit einer Kombination:
- Spitze Kernleistung (Profil, Marke, hohe Marge)
- Ergänzende Standardleistungen (Auslastung, Kundenbindung)
Beispiel: Ein Elektriker spezialisiert sich auf PV-Anlagen & Speicher, bietet aber weiterhin klassische Elektroarbeiten für Bestandskunden an.
Fazit:
Spitze Leistungen sind strategisch überlegen, wenn:
- der Betrieb wachsen will
- Fachkräfte knapp sind
- der Wettbewerb stark preisgetrieben ist
Breite Leistungen sind sinnvoll, wenn:
- der Markt klein oder instabil ist
- der Betrieb stark auf Stammkunden angewiesen ist
Empfehlung: Nicht alles machen, sondern bewusst entscheiden, wofür man stehen will.
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Theo van der Burgt (Geschäftsführer BAUHERRENreport GmbH)
Kontakt: 021 31-742 789-0 oder 0172-213 26 02 Mail: [email protected]

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