Fachkräftemangel im Handwerk: jungen Menschen die Attraktivität der Berufe beibringen

1. Problem: Fachkräftemangel im Handwerk

 

  • Viele Handwerksbetriebe suchen dringend Nachwuchs, besonders in Berufen wie Elektriker, Tischler, Sanitär/Heizung/Klima, Maler oder Dachdecker.
  • Gründe für den Mangel:
  • Gesellschaftliches Image: Handwerk gilt oft als „schmutzig“ oder „niedrig qualifiziert“.
  • Digitalisierung: Jugendliche sehen Berufe in IT oder Dienstleistungen als moderner.
  • Unsicherheit über Karrierechancen und Verdienstmöglichkeiten.

2. Zielgruppe: junge Menschen

 

  • Ab der Sekundarstufe I (12–16 Jahre) kann das Interesse geweckt werden.
  • Auch Studienabgänger oder Umschüler können angesprochen werden.
  • Wichtig: die Ansprache muss zeigen, dass Handwerk modern, kreativ und zukunftssicher ist.

3. Strategien zur Attraktivitätssteigerung

 

a) Frühe Praxis-Erfahrungen

 

  • Schnupperpraktika, Ferienjobs oder Workshops in Schulen.
  • „Hands-on“-Erlebnisse: Jugendliche sehen direkt, wie spannend und kreativ Handwerk ist.
  • Beispiele: Bau eines Vogelhauses, Reparatur eines Fahrrads, 3D-Druck im Handwerk.

b) Moderne Darstellung

 

  • Social Media & Influencer: kurze Videos von jungen Handwerkern, die ihre Arbeit zeigen.
  • Highlighten von Technologieeinsatz: CNC-Maschinen, Laserschneider, Smart-Home-Installationen.
  • Storytelling: echte Erfolgsgeschichten von jungen Fachkräften.

c) Karrierechancen & Weiterbildung

 

  • Aufzeigen von Aufstiegsmöglichkeiten: Meister, Techniker, Betriebsinhaber.
  • Verbindung zu Studium: z. B. duale Studiengänge Handwerk + Management.
  • Betonung von Verdienstmöglichkeiten und Jobsicherheit.

d) Imagewandel & Stolz

 

  • Kampagnen wie „Respekt für Handwerk“: Handwerk als angesehen, kreativ, technologisch und essenziell darstellen.
  • Kooperationen mit Schulen, Messen, Berufsinformationszentren.

e) Mentoring & Vorbilder

 

  • Junge Handwerker als Botschafter in Schulen und auf Social Media.
  • Persönliche Geschichten über Herausforderungen und Erfolgserlebnisse.

4. Konkrete Maßnahmen

 

  • Handwerkertage in Schulen oder Jugendzentren.
  • Wettbewerbe (z. B. „Bester Azubi“, „Jugend forscht Handwerk“).
  • Crossmediale Kampagnen: TikTok, Instagram, YouTube mit modernen Projekten.
  • Kooperation mit Eltern: oft entscheiden Eltern bei Berufswahl mit.

5. Fazit:

 

  • Jugendliche sollen Handwerk als attraktive, kreative und zukunftssichere Berufswahl wahrnehmen.
  • Langfristig bedeutet das, den Fachkräftemangel zu verringern, Innovationen im Handwerk zu fördern, indem die Gesellschaft für Handwerksberufe sensibilisiert wird.

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Theo van der Burgt (Geschäftsführer BAUHERRENreport GmbH)

 

Kontakt: 021 31-742 789-0 oder 0172-213 26 02 Mail: [email protected]

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