Aktuelle Studien und Umfragen (2023–2025) zeigen erstaunlich deutlich:
- Jugendliche bewerten die Sinnhaftigkeit von Handwerksberufen sehr hoch, oft höher als viele Bürojobs.
- Über 80 % denken, dass man im Handwerk konkret Menschen hilft und deren Lebensqualität spürbar verbessert.
- Viele empfinden die Arbeit als wirksam und sichtbar erfolgreich (man sieht sofort, was man geschaffen/repariert hat).
- Handwerker berichten überdurchschnittlich häufig, dass sie glücklich mit ihrer Arbeit sind („Handwerk macht nicht reich, aber glücklich“ ist ein Satz, der derzeit oft fällt).
Genau diese Aspekte werden aber viel zu selten aktiv kommuniziert. Warum Betriebe das viel stärker betonen sollten:
· Sinn & Bedeutung: Direkte Hilfe für Menschen, Beitrag zu Klimawende, Energiewende etc.
· Greifbares Ergebnis: Jeden Tag sichtbares Resultat (Heizung läuft, Dach dicht, Möbel gebaut)
· Zukunfts- & Krisensicherheit: Handwerk bleibt systemrelevant und kaum automatisierbar
· Selbstverwirklichung: Individuelle Lösungen, handwerkliches Können als Kunstform
· Gesellschaftlicher Beitrag: Energiewende, Barrierefreiheit, Denkmalschutz, Kreislaufwirtschaft
Praktische Tipps, wie Handwerksbetriebe das umsetzen können (2026-Realität)
- TikTok/Reels/Instagram: Kurze, authentische Videos: Azubi erklärt „Warum ich jeden Morgen gerne aufstehe“, „So habe ich heute einer Familie geholfen, wieder warm zu duschen“.
- Schulbesuche/Praktikumstage: Nicht nur „kommt mal in die Werkstatt“, sondern gezielt die Sinnfrage ansprechen: „Was wollt ihr später mal bewirken?“ → dann zeigen, wie genau das im Betrieb passiert.
- Storytelling auf der Website: „Unsere Azubis erzählen…“ mit echten Aussagen (nicht gestellte Marketingtexte).
- Kundenstimmen nutzen: „Dank euch können wir wieder im eigenen Zuhause alt werden“ – das wirkt emotional stärker als jeder Gehaltsvergleich.
- Generation-Z-Sprache sprechen: Work-Life-Balance, Weiterentwicklung, Wertschätzung, Mitsprache – und gleichzeitig ehrlich den Purpose betonen.
Fazit:
Das Handwerk hat derzeit eines der stärksten Sinn-Angebote auf dem Ausbildungsmarkt. Es muss nur endlich laut und selbstbewusst darüber reden. Viele Betriebe, die das bereits tun (vor allem über Social Media), berichten von deutlich mehr und besseren Bewerbungen.
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Theo van der Burgt (Geschäftsführer BAUHERRENreport GmbH)
Kontakt: 021 31-742 789-0 oder 0172-213 26 02 Mail: [email protected]

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