Handwerksbetriebe sollten jungen Menschen die attraktiven Seiten ihres Berufs zeigen

Viele Jugendliche haben noch immer ein veraltetes Bild: „dreckig, schlecht bezahlt, anstrengend, wenig Zukunft“. Die Realität sieht oft ganz anders aus:

 

  • Sehr gute Übernahmechancen → oft direkter Weg in die Selbstständigkeit oder in gut bezahlte Spezialisierungen
  • Attraktives Einstiegsgehalt + schnelle Gehaltssteigerung (viele Gesellen verdienen bereits nach 3–5 Jahren deutlich mehr als manch ein Uni-Absolvent in den ersten Jahren)
  • Hohe Jobsicherheit und Systemrelevanz (KI kann Rohre biegen, Fliesen legen oder komplexe Sanierungen vor Ort nur sehr bedingt ersetzen)
  • Starke Sinnstiftung: 57 % der jungen Menschen empfinden handwerkliche/technische Tätigkeiten als erfüllender als reine Bürojobs (LinkedIn-Umfrage Ende 2025)
  • Viele Berufe sind heute technisch hochmodern (Smart Home, Drohneneinsatz bei Dachinspektion, 3D-Planung, E-Mobilität, nachhaltiges Bauen etc.)
  • Gute Vereinbarkeit in vielen Betrieben (geregelte Zeiten, 4-Tage-Woche-Modelle, Home-Office-Anteile bei Planungsberufen)

Trotzdem entscheiden sich zu wenige für eine Ausbildung, auch weil das positive Bild einfach nicht laut genug transportiert wird.

 

Was Handwerker konkret tun können (und zunehmend auch tun):

 

Authentisch zeigen statt schönreden

 

·        Kurzvideos auf TikTok, Instagram Reels, YouTube Shorts: „Ein Tag als Anlagenmechaniker/in“, „Vorher-Nachher-Bad-Sanierung“, „Wie ich mit 27 schon Meister war und meinen ersten Azubi einstelle“

 

Junge Menschen einbinden

 

·        Aktuelle Azubis und junge Gesellen als „Gesichter“ nutzen. Sie sprechen auf Augenhöhe mit potenziellen Bewerbern.

 

Vorurteile direkt entkräften

 

·        In Stellenanzeigen und Social Media klar kommunizieren: Startgehalt, Weiterbildungskostenübernahme, Firmenwagen, 30+ Urlaubstage, etc.

 

Sichtbar werden bei der Zielgruppe

 

·        Schulprojekte, Praktikumstage „schnuppern“, Teilnahme an Ausbildungsmessen, aber auch gezielte Ads auf Social Media.

 

Image-Kampagnen unterstützen

 

·        Initiativen wie „Handwerk begeistert!“, „Die Wirtschaftsmacht von nebenan“ oder regionale Handwerkskammer-Aktionen nutzen und selbst mitmachen.

 

Fazit:

 

Die attraktiven Seiten des Handwerks sind real vorhanden, sie müssen nur endlich so laut und modern kommuniziert werden, wie die Nachteile früherer Jahrzehnte noch immer in den Köpfen der Jugendlichen herumspuken. Wer als Handwerksmeister oder -meisterin heute aktiv zeigt, wie stolz, erfüllend, gut bezahlt und zukunftssicher der eigene Beruf ist, tut nicht nur dem eigenen Betrieb etwas Gutes. Er/sie hilft der ganzen Branche. Und genau das fordern Studien, Kammern und Verbände seit Jahren immer eindringlicher.

 

Für weitere Informationen klicken Sie bitte hier: WWW.BAUHERREN-PORTAL.COM

 

Theo van der Burgt (Geschäftsführer BAUHERRENreport GmbH, 41 564 Kaarst)

 

Kontakt: 021 31-742 789-0 oder 0172-213 26 02 Mail: [email protected]

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