Handwerksbetriebe, die dem Fachkräftemangel begegnen wollen, müssen aktiver auftreten

Passive Haltung reicht längst nicht mehr. Früher kamen die Bewerbungen von selbst oder über die Agentur für Arbeit. Heute ist das Rennen um die wenigen verfügbaren Azubis und Gesellen brutal. Die Konkurrenz kommt nicht nur aus dem eigenen Gewerk, sondern aus Industrie, Logistik, öffentlichem Dienst und sogar aus ganz anderen Branchen mit oft besseren Startgehältern oder Home-Office-Optionen.

 

Warum „aktiver auftreten“ entscheidend ist:

 

  • Die meisten jungen Menschen (und auch Quereinsteiger) kennen großartige Handwerksbetriebe gar nicht → Sichtbarkeit fehlt komplett.
  • Das Image „Dreck, Stress, wenig Geld, schlechte Work-Life-Balance“ hält sich hartnäckig – obwohl Realität in vielen Betrieben längst anders aussieht.
  • Die besten Leute werden aktiv abgeworben → wer wartet, verliert.

Was heißt „aktiver auftreten“ konkret? Hier die wirksamsten Hebel, die funktionieren:

 

1. Starke Arbeitgebermarke & emotionale Kommunikation nach außen


Zeigen Sie auf Instagram, TikTok, YouTube Shorts & Facebook, wie der Alltag wirklich aussieht: großartige Projekte, Team-Momente, Azubis beim Feierabend-Bier, moderne Maschinen, Baustellen mit Drohnenaufnahmen. Emotionen gewinnen – nicht trockene Stellenanzeigen.

 

2. Active Sourcing statt Passiv-Warten


Direkt ansprechen: Azubis von Berufsschulen kontaktieren, Gesellen von Mitbewerbern (seriös!) ansprechen, auf Kununu & Google-Bewertungen aktiv reagieren, Headhunter für Spezialisten einsetzen.

 

3. Attraktivität spürbar steigern

 

·       Faire, transparente Bezahlung + Zulagen (Einsatz, Überstunden, Leistung)

·       Flexible Arbeitszeiten / 4-Tage-Woche-Modelle (wo machbar)

·       Firmenwagen auch privat, Werkzeug, Weiterbildung, Azubi-Tickets, Wohnraum-Unterstützung

·       Karrierewege klar aufzeigen (Meister, Techniker, eigener Betrieb)

 

4. Eigene Ausbildung aggressiv pushen


Praktika schon ab Klasse 8/9 anbieten, Schülerprojekte, Girls’ Day / Boys’ Day, Kooperationen mit Schulen, Trial-Arbeitstage.

 

5. Digitalisierung & Produktivität steigern


Wer weniger Personal braucht, um den gleichen Umsatz zu machen (KI-Angebotssoftware, Baustellendokumentation per App, digitale Zeiterfassung), kann bessere Löhne zahlen und trotzdem profitabel bleiben.

 

Kurz gesagt:


Die Betriebe, die 2026 wachsen oder überhaupt überleben wollen, sind die, die sich aktiv als moderner, attraktiver, verlässlicher Arbeitgeber positionieren – und das nicht nur in Worten, sondern in Taten und sichtbar nach außen.

 

Fazit:

 

Wer weiterhin denkt „die Guten kommen schon von allein“, wird in den nächsten Jahren Aufträge ablehnen müssen oder sogar schließen. Wer aktiv wird, hat echte Chancen, aus dem Mangel sogar einen Wettbewerbsvorteil zu machen.

 

Für weitere Informationen klicken Sie bitte hier: WWW.BAUHERREN-PORTAL.COM

 

Theo van der Burgt (Geschäftsführer BAUHERRENreport GmbH, 41 564 Kaarst)

 

Kontakt: 021 31-742 789-0 oder 0172-213 26 02 Mail: [email protected]

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