Die wichtigsten Hebel, um sich am Arbeitsmarkt wirklich gut zu positionieren:
1. Starke Arbeitgebermarke (Employer Brand) aufbauen
Jugendliche und junge Erwachsene (Gen Z) entscheiden heute nicht primär nach Gehalt, sondern nach Sinn, Wertschätzung, Teamklima, Work-Life-Balance und Zukunftsaussichten.
→ Zeigen Sie authentisch: „Bei uns lernst du richtig was, verdienst früh gut, hast Mitspracherecht und kannst später selbstständig werden oder 4-Tage-Woche haben.“
2. Digital sichtbar werden, vor allem auf den richtigen Kanälen
Klassische Stellenanzeigen in der Zeitung oder nur auf der Kammerseite reichen nicht mehr.
Die Zielgruppe 15–22 sitzt hauptsächlich auf TikTok, Instagram Reels, YouTube Shorts (Facebook verliert massiv).
→ Kurze, ehrliche Videos aus dem Alltag: Azubis filmen sich selbst beim Arbeiten, lustige Fail-Momente, fertige Projekte, Feierabend um 15:30 Uhr, Azubi-Gehalt + Bonus, Firmen-Events etc.
3. Attraktive Ausbildungs- und Arbeitsbedingungen schaffen und kommunizieren
· Überdurchschnittliche Ausbildungsvergütung (oft 1.000–1.300 € im 1. Jahr schon möglich)
· Gute Übernahmequote + klare Karrierewege (Geselle → Meister → Polier → Selbstständigkeit)
· Moderne Ausstattung (E-Autos, Tablets auf der Baustelle, digitale Zeiterfassung)
· Benefits, die junge Leute wollen: Handy-Flat, Fitnesszuschuss, 30+ Urlaubstage, 4-Tage-Woche-Modelle, Firmen-E-Bike
4. Aktiv auf die Zielgruppe zugehen
· Schulkooperationen & Praktika intensivieren („Erlebnistage“, Schnuppertage)
· Azubi-Botschafter-Programme (beste Azubis gehen in Schulen oder drehen Content)
· Social Recruiting mit niedriger Hürde: 60-Sekunden-Bewerbung per WhatsApp/Video statt 5-seitigem Anschreiben
· Regionale Azubi-Messen + eigene „Azubi-Casting-Tage“
5. Gehalt und Verdienstchancen ehrlich und offensiv kommunizieren
Viele Jugendliche wissen gar nicht, dass man im Handwerk mit Meisterbrief schnell 4.500–6.000 € brutto verdienen kann – und mit 30 schon 70–100k € möglich sind. Das ist in vielen Regionen akademisch gleichauf oder besser.
Kurz gesagt:
Das Handwerk ist kein Notfallplan mehr, es ist eine echte Premium-Option für handwerklich begabte, praxisorientierte junge Leute. Aber nur die Betriebe, die das aktiv, modern und laut nach außen
tragen, bekommen 2026 noch die besten Azubis.
Fazit:
Wer weiter nur „früher war alles besser“ denkt und eine 08/15-Anzeige schaltet, wird leer ausgehen. Wer sich dagegen als zukunftssicherer, fairer, großartiger Ausbildungsbetrieb positioniert, hat sehr gute Chancen, trotz oder gerade wegen des Mangels.
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Theo van der Burgt (Geschäftsführer BAUHERRENreport GmbH, 41 564 Kaarst)
Kontakt: 021 31-742 789-0 oder 0172-213 26 02 Mail: [email protected]

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