Geeigneten Nachwuchs finden Handwerksbetriebe nicht mehr bei Arbeitsagenturen

Warum die Arbeitsagentur immer weniger liefert:

 

  • Viele junge Menschen, die bei der Agentur gemeldet sind, haben oft keinen oder nur einen schwachen Schulabschluss, zeigen geringe Motivation für handwerkliche Berufe oder erfüllen die Anforderungen (Zuverlässigkeit, körperliche Belastbarkeit, Mathe- und Physikverständnis) nicht.
  • Die Passungsprobleme nehmen zu: Es gibt zwar oft mehr gemeldete Ausbildungsstellen als Bewerber, aber die Qualität stimmt nicht (DIHK, BIBB und Arbeitsagentur-Bilanzen 2025).
  • Viele Handwerksbetriebe melden ihre offenen Stellen gar nicht mehr bei der Agentur, weil sie dort in der Vergangenheit enttäuscht wurden → Schätzungen des ZDH gehen von 200.000+ unbesetzten Stellen aus, während offiziell nur ca. 120–150.000 gemeldet sind.

Wo Handwerksfirmen heute stattdessen suchen:

 

  1. Eigene aktive Ansprache & Social Media (am wichtigsten!):

TikTok, Instagram Reels, YouTube Shorts zeigen den Alltag, gutes Geld, coole Projekte (Drohnenaufnahmen vom Dach, E-Auto-Reparatur, 3D-Druck im Tischlerhandwerk …). Über 80 % der Betriebe nutzen das noch nicht aktiv → wer es macht, hat oft die Nase vorn.

 

  1. Moderne eigene Website + Azubi-Bereich:

70 % der Handwerksbetriebe haben keine zeitgemäße Website → fehlender erster Eindruck für Google suchende Jugendliche.

 

  1. Schulkooperationen & Praktika

Direkte Ansprache an Realschulen / Hauptschulen / Gymnasien („Boys' & Girls' Days“, Praktikumswochen, Schnuppertage). Viele Betriebe bekommen ihre besten Azubis über langjährige Schulpartnerschaften.

 

  1. Lehrstellenbörsen der Handwerkskammern & Innungen:

Diese sind deutlich zielgerichteter als die allgemeine Arbeitsagentur-Plattform.

 

  1. Eigene Azubi-Werbekampagnen (Influencer, lokale Events, WhatsApp-Kanäle):

Viele suchen auch quer (Studienabbrecher, Umschüler, Geflüchtete mit guter Hand-Auge-Koordination).

 

  1. Azubis werben Azubis (Mitarbeiter-werben-Mitarbeiter-Programm mit Prämie):
  • Social Media Präsenz aufbauen (vor allem TikTok & Instagram)
  • Schule direkt ansprechen + viele Praktika anbieten
  • Bestehende Azubis / Gesellen als Markenbotschafter nutzen
  • Gutes Ausbildungsgehalt + Benefits zeigen (z. B. Firmen-Smartphone, Firmenwagen ab Tag 1, 4-Tage-Woche-Modelle …)
  • Arbeitsagentur nur noch als letzte Ergänzung sehen

Fazit:

 

Die Zeiten, in denen man einfach eine Stelle meldet und dann gute Bewerbungen bekommt, sind definitiv vorbei. Wer heute im Handwerk guten Nachwuchs will, muss aktiv rausgehen und sich als moderner, attraktiver Arbeitgeber präsentieren.

 

Für weitere Informationen klicken Sie bitte hier: WWW.BAUHERREN-PORTAL.COM

 

Theo van der Burgt (Geschäftsführer BAUHERRENreport GmbH, 41 564 Kaarst)

 

Kontakt: 021 31-742 789-0 oder 0172-213 26 02 Mail: [email protected]

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