Strategien zur Öffnung des Betriebs
Um für Azubis und Fachkräfte attraktiv zu werden, setzen erfolgreiche Betriebe meist an drei Hebeln an:
1. Zielgruppen-Erweiterung
- Frauen im Handwerk: Weg von der „Männerdomäne“. Das fängt bei getrennten Umkleiden an und hört bei einer Unternehmenskultur auf, die frei von platten Sprüchen ist.
- Quereinsteiger & Silver Society: Gezielte Umschulungsprogramme für Menschen, die mit 30 oder 40 noch einmal etwas „Echtes“ machen wollen, oder die Einbindung erfahrener Altgesellen in Teilzeit als Mentoren.
- Internationalisierung: Integration von Fachkräften aus dem Ausland durch Unterstützung bei Sprachkursen und Behördengängen.
2. Flexibilisierung der Arbeitswelt
Das Handwerk hat den Ruf der „harten Knochenarbeit“ von 7 bis 16 Uhr. Moderne Betriebe brechen das auf:
- 4-Tage-Woche: Ein riesiges Argument bei der Mitarbeitergewinnung.
- Flexible Arbeitszeitmodelle: Späterer Start für Eltern (Kita-Zeiten) oder Teilzeitmodelle, die früher im Handwerk undenkbar waren.
- Digitale Entlastung: Wer heute Rapportzettel digital am Tablet ausfüllt, statt abends im Büro Überstunden mit Papierkram zu machen, gewinnt Lebensqualität zurück.
3. Ausbildung auf Augenhöhe
Azubis sind heute keine „Stifte“ zum Fegen mehr, sondern die Investition in die Zukunft:
- Mentoring: Jedem Azubi einen festen Ansprechpartner zur Seite stellen, der nicht nur fachlich, sondern auch menschlich unterstützt.
- Social Media Präsenz: Wer auf TikTok oder Instagram zeigt, wie cool das Endergebnis eines Projekts ist (Stolz auf das Werk), erreicht die Jugend dort, wo sie sich aufhält.
Warum sich das wirtschaftlich auszahlt:
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Faktor |
Effekt durch „Öffnung“ |
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Innovationskraft |
Neue Impulse durch diverse Teams (andere Hintergründe/Altersgruppen). |
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Fluktuation |
Zufriedene Mitarbeiter, die sich wertgeschätzt fühlen, bleiben länger. |
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Kundenbindung |
Ein moderner, offener Betrieb wirkt auch auf Kunden professioneller und sympathischer. |
Fazit:
Die größte Hürde ist oft der „Das haben wir schon immer so gemacht“-Mindset. Betriebe, die diesen Satz streichen, haben beim Fachkräftemangel meist die Nase vorn.
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Theo van der Burgt (Geschäftsführer BAUHERRENreport GmbH, 41 564 Kaarst)
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