Handwerksbetriebe mit Nachwuchsproblemen sollten vermehrt an Schulen herantreten

1. Begründung (Warum Schulen zentral sind)

 

  • Berufsentscheidungen fallen früh (oft zwischen Klasse 7–10).
  • Viele Schüler haben kaum reale Vorstellungen vom Handwerk, sondern nur stereotype Bilder („schmutzig“, „körperlich schwer“, „wenig Aufstiegschancen“).
  • Gymnasien fokussieren stark auf Studium → Handwerk wird nicht als gleichwertige Option präsentiert.

èOhne Präsenz in Schulen bleibt das Handwerk für viele Jugendliche unsichtbar.

 

2. Nutzen für Handwerksbetriebe

 

  • Direkter Kontakt zur Zielgruppe (statt nur über Stellenanzeigen).
  • Aufbau von Vertrauen und regionaler Bindung („Ich kenne den Betrieb schon aus der Schule“).
  • Möglichkeit, Berufe praktisch erlebbar zu machen → Motivation steigt.
  • Langfristig: stabilere Azubi-Zahlen und geringere Abbruchquoten.

3. Konkrete Maßnahmen - Handwerksbetriebe könnten:

 

  • Betriebsbesichtigungen anbieten
  • Praktika und Schnuppertage ermöglichen
  • Azubis in Schulen schicken (Peer-Effekt)
  • an Berufsinformationstagen teilnehmen
  • Arbeitsproben mitbringen (z. B. löten, mauern, fräsen, programmieren)
  • Kooperationen mit Lehrern für Projektwochen

èWichtig: nicht nur Werbung machen, sondern authentisch zeigen, wie der Alltag aussieht (inkl. Anforderungen).

 

4. Mögliche Gegenargumente (und Entkräftung)

 

Gegenargument: Schulen sind überlastet, Betriebe auch. → Antwort: Kooperation spart langfristig Kosten für Personalsuche.

 

Gegenargument: Jugendliche wollen studieren. → Antwort: Viele wollen studieren, weil sie Alternativen nicht kennen.

 

Fazit:

 

Handwerksbetriebe sollten verstärkt an Schulen präsent sein, da Berufsentscheidungen früh getroffen werden und persönliche Erfahrungen entscheidender sind als Stellenanzeigen. Nur durch direkte Kooperation mit Schulen kann das Handwerk langfristig Nachwuchs sichern.

 

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Theo van der Burgt (Geschäftsführer BAUHERRENreport GmbH, 41 564 Kaarst)

 

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