Die aktuelle Lage (basierend auf jüngsten Berichten):
- Laut dem DIHK-Fachkräftereport 2025/2026 (Dezember 2025) können 36 % der befragten Unternehmen offene Stellen zumindest teilweise nicht besetzen, vor allem wegen fehlendem geeigneten Personal. Im Mittelstand (wo die meisten Handwerksbetriebe angesiedelt sind) liegt dieser Wert sogar bei über 40 %.
- 83 % der Unternehmen erwarten in den kommenden Jahren negative Auswirkungen durch den fortschreitenden Arbeits- und Fachkräftemangel, vor allem wegen der demografischen Entwicklung (Rückgang der Erwerbsbevölkerung).
- Im Handwerk selbst wird der Bedarf an qualifizierten Fachkräften (z. B. Elektriker, Anlagenmechaniker SHK, Bauhandwerker, Dachdecker, Schreiner etc.) weiterhin als sehr hoch eingestuft. Schätzungen aus 2025 sprechen von rund 200.000 unbesetzten Stellen im Handwerk (ZDH-Angaben).
Der Mangel führt zu mehreren konkreten Problemen:
- Viele Betriebe müssen Aufträge ablehnen oder stark verzögern → volle Auftragsbücher, aber fehlende Kapazitäten zur Abwicklung.
- Lieferzeiten verlängern sich massiv (teilweise Monate statt Wochen).
- Bestehende Mitarbeiter sind stark überlastet → höhere Krankenstände, Fluktuation, sinkende Qualität.
- In manchen Regionen/Berufen (z. B. SHK, Elektro, Dachdecker) bleibt jede zweite Stelle über längere Zeit unbesetzt.
- Prognosen für 2026 sehen teilweise sogar eine Kippung der Auftragslage: Weniger Nachfrage durch schwache Konjunktur, aber gleichzeitig weiterhin massive Personalknappheit → für viele Betriebe ein gefährliches Szenario (Stagnation oder Umsatzrückgang trotz hoher Nachfrage in Teilbereichen wie Energiewende/Sanierung).
Was Handwerksbetriebe derzeit dagegen tun:
- Intensivere Ausbildung: 2024/2025 gab es erfreulicherweise wieder mehr neue Ausbildungsverträge.
- Quereinsteiger und Umschüler ansprechen (laut Umfragen denken 2025 bereits ~7–10 % über einen Einstieg ins Handwerk nach).
- Zuwanderung von Fachkräften aus EU und Drittstaaten (z. B. über spezialisierte Vermittler).
- Bessere Bezahlung, Benefits, Wohnraum-Unterstützung, moderne Arbeitsbedingungen und Image-Kampagnen, um junge Menschen zu gewinnen.
- Teilweise interne Qualifizierung und engere Kooperation mit Schulen/Berufsorientierung.
Fazit:
Die mangelhafte Verfügbarkeit von Arbeitskräften ist kein vorübergehendes Problem, sondern ein dauerhafter Engpassfaktor, der viele Handwerksbetriebe massiv einschränkt.
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Theo van der Burgt (Geschäftsführer BAUHERRENreport GmbH, 41 564 Kaarst)
Kontakt: 021 31-742 789-0 oder 0172-213 26 02 Mail: [email protected]

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