Was Handwerksunternehmen machen können, um Nachwuchskräfte für sich zu begeistern

Hier die realistisch wirksamsten und aktuell am häufigsten genutzten / empfohlenen Hebel:

 

1. Frühzeitige Präsenz an Schulen, in Kitas und bei Berufsorientierungsmaßnahmen


Die erfolgreichsten Betriebe sind schon ab Klasse 7–8 sichtbar:

 

·       Schnuppertage / Kurzpraktika (1–3 Tage)

·       Projektwochen in Schulen (z. B. „Bau dein eigenes Regal“ oder „Programmiere eine CNC-Maschine“)

·       Ausbildungsbotschafter (junge Gesellen/Azubis im 2.–3. Lehrjahr gehen selbst in Schulen) → Viele Jugendliche entscheiden sich erst nach einem positiven Praktikumserlebnis.

 

2. Starke Social-Media-Präsenz & authentisches Employer Branding (Instagram & Co.)


Die Generation Z & Alpha informiert sich fast ausschließlich dort:

 

·       Kurze, ehrliche Videos: Azubis zeigen Alltag, lustige Fail-Momente, fertige Projekte, Baustellen vorher-nachher

·       „Day in the Life“ – wie sieht ein normaler Tag wirklich aus?

·       Storytelling: „Unser Azubi Max hat mit 19 schon seine erste Großbaustelle alleine geleitet“

·       Klassische Zeitungsanzeigen bringen fast nichts mehr, gezielte Meta-/TikTok-Ads mit 500–1.500 € Budget pro Monat können 8–15 passende Bewerbungen bringen.

 

3. Attraktive, moderne Ausbildungs- & Arbeitsbedingungen schaffen


Das ist 2026 entscheidend geworden:

 

·       Flexible Arbeitszeitmodelle: 4-Tage-Woche, Gleitzeit, Arbeitszeitkonten

·       Finanzielle Anreize: überdurchschnittliche Ausbildungsvergütung, Prämien Mopedführerschein, iPhone-Zuschuss, Firmen-Smartphone

·       Eigene Ausbildung intensivieren

·       Moderne Arbeitskleidung, hochwertiges Werkzeug, Firmenwagen

·       Digitalisierung zeigen: Apps, Drohnen, 3D-Druck, CNC, BIM

 

4. Wertschätzende & strukturierte Ausbildungskultur

 

Azubis brechen oft ab, weil sie sich überfordert oder nicht ernst genommen fühlen:

 

·       Fester Einarbeitungsplan für die ersten 6 Monate

·       Jeder Azubi bekommt einen Paten/Mentor (junger Geselle)

·       Regelmäßige Feedbackgespräche (alle 2–3 Monate)

·       Kleine Erfolge feiern (Zwischenprüfung bestanden → gemeinsames Grillen)

·       Bei Bedarf: Assistierte Ausbildung (AsA) oder VerAplus-Mentorenprogramm nutzen

 

5. Zusätzliche Zielgruppen aktiv ansprechen

 

·       Studienabbrecher (viele suchen genau ab dem 3.–4. Semester die Praxis)

·       Geflüchtete / Zuwanderer mit handwerklichem Potenzial (IQ-Netzwerk, Anerkennungsberatung)

·       Quereinsteiger 25–35 Jahre (Umschulung mit hoher Vergütung möglich)

·       Ältere Mitarbeiter länger halten (flexible Modelle, Aktivrente nutzen)

 

Kurzfassung: die Top-5-Sofortmaßnahmen

 

  1. TikTok/Instagram-Kanal starten → authentische Azubi-Videos (2–3× pro Woche)
  2. Mindestens 8–12 Praktikumsplätze pro Jahr anbieten
  3. Ausbildungsvergütung mind. 100–200 € über Branchendurchschnitt + Zusatz-Benefit (z. B. 500 € Prämie bei bestandenen Prüfungen)
  4. 4-Tage-Woche oder sehr flexible Zeiten anbieten (das ist aktuell der stärkste Hebel)
  5. Einen Azubi oder jungen Gesellen zum „Azubi-Marketing-Beauftragten“ machen, denn die wissen am besten, was Gleichaltrige anspricht

Fazit:

 

Betriebe, die diese Kombination fahren, berichten 2025/2026 von deutlich mehr und besseren Bewerbungen, auch wenn der Gesamtmarkt weiter schwierig bleibt.

 

Für weitere Informationen klicken Sie bitte hier: WWW.BAUHERREN-PORTAL.COM

 

Theo van der Burgt (Geschäftsführer BAUHERRENreport GmbH, 41 564 Kaarst)

 

Kontakt: 021 31-742 789-0 oder 0172-213 26 02 Mail: [email protected]

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