Im klassischen Handwerk (z. B. Tischler, Sanitärinstallateur, Maßschneider, Orthopädieschuhmacher, Raumausstatter, Elektriker im Privatbereich usw.) zeigt sich das besonders stark, weil:
- Jedes Objekt / jeder Raum / jeder Körper anders ist
- Die Nutzung, der Geschmack, das Budget und die Prioritäten stark variieren
- Emotionale Aspekte (Wohngefühl, Barrierefreiheit im Alter, Nachhaltigkeit, Erbstück-Charakter …) eine große Rolle spielen
Das macht kundenorientiertes Handwerk konkret aus:
- Echtes Zuhören & Bedarfsanalyse -Nicht sofort loslegen, sondern fragen:
- Wie nutzen Sie den Raum / das Möbelstück wirklich?
- Was stört Sie am jetzigen Zustand am meisten?
- Welche Rolle spielen Kinder/Haustiere/Allergien/Mobilität?
- Individuelle Lösungen statt Katalogware
Beispiel: Eine Küche wird nicht nur nach Normmaßen geplant, sondern z. B. an die Körpergröße der Hauptnutzerin angepasst, mit speziellen Auszügen für schwere Töpfe, weil die Kundin gerne kocht.
- Beratung statt Verkauf
Manchmal ist die ehrlichste Empfehlung: „Das teure Extrasystem brauchen Sie hier eigentlich nicht. Mit dieser günstigeren, aber cleveren Alternative erreichen Sie 95 % des Effekts.“
- Flexibilität & Nachjustierung
Nach der Fertigstellung nochmal vorbeikommen, um Kleinigkeiten anzupassen („Der Schrank fühlt sich doch etwas eng an, wir schieben die Trennwand 3 cm weiter“).
- Langfristige Beziehung statt Einmalauftrag
Kunden kommen oft Jahre später wieder, weil sie sich ernst genommen und verstanden fühlen.
Fazit:
Kundenorientiertes Handwerk = Maßarbeit im besten Sinne, nicht nur handwerklich, sondern vor allem mental und emotional. Der Handwerker wird zum Problemlöser und Mitdenker, nicht nur zum
Ausführenden.
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Theo van der Burgt (Geschäftsführer BAUHERRENreport GmbH, 41 564 Kaarst)
Kontakt: 021 31-742 789-0 oder 0172-213 26 02 Mail: [email protected]

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