Handwerk hat goldenen Boden, allerdings fehlen ihm die Fachkräfte dafür

Genau darin liegt der Haken: der "goldene Boden" ist da, nur fehlen die Leute, die darauf laufen sollen.

 

Aktueller Stand (Stand Anfang 2026):

 

  • Laut DIHK-Fachkräftereport 2025/2026 können immer noch ~36 % der Unternehmen (besonders im Mittelstand) offene Stellen nicht oder nur teilweise besetzen. 83 % der Firmen erwarten in den kommenden Jahren negative Auswirkungen durch den Fachkräftemangel, der Wert steigt sogar noch.
  • Im Handwerk selbst fehlen Schätzungen zufolge rund 200.000–250.000 qualifizierte Kräfte (je nach Quelle und ob man nur Gesellen oder auch Meister/Auszubildende mitzählt). Besonders dramatisch: In sehr vielen Engpassberufen (Elektro, SHK, Metall, Bau, Dachdecker, KFZ etc.) bleiben über 80 % der gemeldeten Stellen schwer oder gar nicht besetzbar.
  • Viele Betriebe berichten, dass der Mangel ihre Entwicklung massiv hemmt (ca. 23 % sagen "stark gehemmt", weitere 32 % würden gerne einstellen, können aber nicht).
  • Gleichzeitig sinkt die Zahl der Meisterprüfungen seit Jahren (2024 nur noch ~20.000), und der demografische Wandel verschärft alles: Viele Inhaber:innen gehen 2028–2035 in Rente, Nachfolger fehlen.

Darum ist das so paradox:

 

  • Früher war "Handwerk hat goldenen Boden" vor allem ein Versprechen für Selbstständige und Meister. Heute gilt es besonders für Gesellen und Spezialisten, weil es einfach zu wenige gibt.
  • Die Nachfrage (Energiewende, Sanierungswelle, Wohnungsbau, Alterung der Gebäude) ist riesig.
  • Das Angebot schrumpft durch Akademisierung, Imageprobleme, weniger Jugendliche und Abwanderung in "bürokratieärmere" Jobs.

Fazit:

 

Das Handwerk hat tatsächlich goldenen Boden, nur wird der Boden immer leerer, weil niemand mehr drauf will oder kann. Für alle, die eine solide Ausbildung machen oder schon drin sind: bessere Zeiten als jetzt wird es für Handwerker wahrscheinlich nie wieder geben, was Gehalt, Jobsicherheit und Verhandlungsmacht angeht.

 

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Das BAUHERREN-PORTAL ist die Qualitätsplattform der BAUHERRENreport GmbH für das Baugewerbe und das Handwerk, beide vertreten durch Theo van der Burgt (Geschäftsführer)

 

 

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