Hier sind ein paar Ansätze, wie eine solche „offensive“ Werbung heute aussehen kann:
1. Präsenz auf Augenhöhe (Social Media)
Jugendliche suchen nicht in der Tageszeitung nach Jobs. Sie scrollen durch TikTok und Instagram.
- Authentizität schlägt Hochglanz: Kurze Videos aus dem Werkstatt-Alltag, „Behind the scenes“ oder lustige Fails kommen besser an als ein steifes Imagevideo.
- Azubi-Takeover: Wenn der aktuelle Azubi den Kanal pflegt, wirkt das deutlich glaubwürdiger als der Chef, der versucht, „jugendlich“ zu wirken.
2. Erlebnis vor Theorie
Das Handwerk hat einen unschlagbaren Vorteil: Man sieht am Ende des Tages, was man geschafft hat. Das muss erlebbar gemacht werden.
- Praktikumswochen & Speed-Dating: Unkomplizierte Angebote ohne lange Bewerbungshürden
- Schulkooperationen: Nicht nur Flyer verteilen, sondern in den Technikunterricht gehen und ein konkretes Projekt mit den Schülern bauen.
3. Benefits klar kommunizieren
Handwerk wird oft mit „schwerer Arbeit und wenig Geld“ assoziiert. Dem müssen Betriebe Fakten entgegensetzen:
- Karrierechancen: Meister, Techniker oder die eigene Selbstständigkeit sind oft lukrativer als so mancher Bachelor-Abschluss.
- Modernität: Zeigen, dass heute oft mit High-End-Software, Tablets und modernsten Maschinen gearbeitet wird.
- Zusatzleistungen: Ob das Job-Bike, die Übernahme des Führerscheins oder flexible Arbeitszeiten (z. B. die 4-Tage-Woche) – das sind heute echte Argumente.
Fazit:
Viele Jugendliche wissen gar nicht mehr, welche Vielfalt das Handwerk bietet. Von der Klimatechnik (Stichwort: Klimaschutz-Held) bis hin zur Maßschneiderei ist alles dabei. Wenn die Betriebe nicht offensiv zeigen, dass sie modern, zukunftssicher und wertschätzend sind, gewinnen die Bürojobs durch reine Sichtbarkeit.
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