Fachkräfte aus Handwerksfirmen tun sich leicht damit, eine neue Anstellung zu finden

Wichtige aktuelle Indikatoren:

 

  • Viele Handwerksbetriebe berichten seit Jahren, dass sie offene Stellen nur sehr schwer oder gar nicht besetzen können. Die durchschnittliche Besetzungsdauer einer gemeldeten Stelle im Handwerk lag 2024 bei rund 224 Tagen – deutlich länger als im gesamtwirtschaftlichen Durchschnitt.
  • Trotz wirtschaftlicher Flaute und gedämpfter Auftragslage in manchen Regionen und Teilbereichen (z. B. Bauhauptgewerbe, Möbeltischlerei) bleiben hunderttausende Stellen unbesetzt. Schätzungen sprechen von ca. 200.000–250.000 fehlenden Fachkräften im Handwerk.
  • Qualifizierte Handwerker brauchen oft nur wenige Bewerbungen (Durchschnitt ca. 13), bis sie ein konkretes Angebot erhalten, deutlich weniger als in vielen anderen Branchen.
  • In spezialisierten Bereichen (Energiewende, Photovoltaik, Wärmepumpen, Smart-Home-Installation, E-Mobilität) ist die Nachfrage besonders hoch und die Jobsuche entsprechend einfach.
  • Viele Fachkräfte können sich Arbeitgeber, Region, Gehalt und Arbeitszeiten weitgehend aussuchen und verhandeln spürbar bessere Konditionen.

Einschränkungen und regionale Unterschiede, denn die Situation ist nicht überall gleich:

 

  • In sehr konjunkturabhängigen Bereichen (z. B. reines Neubau-Handwerk in manchen Regionen) oder bei weniger gefragten Berufen (z. B. Friseur, bestimmte Bereiche der Körperpflege) ist der Markt enger.
  • Die wirtschaftliche Abkühlung 2025/2026 führt dazu, dass einige Betriebe vorsichtiger einstellen oder sogar Stellen abbauen → die extreme Knappheit hat sich gegenüber dem Höchststand 2022–2023 etwas entspannt, bleibt aber strukturell sehr stark.
  • Ältere oder weniger flexible Fachkräfte sowie Menschen ohne aktuelle Zusatzqualifikationen (z. B. Wärmepumpen- oder PV-Kenntnisse) haben es etwas schwerer.

Fazit:

 

Für die allermeisten qualifizierten Handwerksfachkräfte gilt: eine neue Stelle zu finden ist vergleichsweise leicht, oft leichter als in akademischen oder bürokratischen Berufen. Der Markt ist ein Bewerbermarkt („War for Talents“ aus Sicht der Betriebe). Wer mobil ist, sich weiterbildet und in Zukunfts-Bereichen (Energie, Elektro, SHK) zu Hause ist, hat aktuell hervorragende Karten.

 

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Das BAUHERREN-PORTAL ist die Qualitätsplattform der BAUHERRENreport GmbH für das Baugewerbe und das Handwerk, beide vertreten durch Theo van der Burgt (Geschäftsführer)

 

 

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