Der leergefegte Arbeitsmarkt macht vielen Handwerksbetrieben das Leben schwer

Im Handwerk speziell sieht es noch dramatischer aus:

 

  • Schätzungen gehen von rund 200.000 unbesetzten Stellen aus (ZDH, Mitte 2025).
  • Ältere IW-Berechnungen (2024) sprachen schon von 113.000 fehlenden Fachkräften – die Lücke ist seither eher gewachsen als geschrumpft.
  • Besonders betroffen: Bauelektrik, Kfz-Technik, SHK (Sanitär, Heizung, Klima), Dachdecker, Elektriker und viele Ausbauberufe.

Folgen für die Betriebe:

 

  • Viele müssen Aufträge ablehnen (teilweise 60 % und mehr der Betriebe).
  • Lieferzeiten und Wartezeiten für Kunden explodieren.
  • Wachstum ist blockiert, obwohl in manchen Bereichen (Energiewende, Sanierung, Wohnungsbau) eigentlich hoher Bedarf besteht.
  • Die Auftragslage könnte 2026 in Teilen kippen – nicht wegen fehlender Nachfrage, sondern weil einfach niemand mehr da ist, der die Arbeit erledigen kann.

Bei den Azubis gibt es zwar leichte Entspannung: 2024/2025 wurden mehr Ausbildungsverträge abgeschlossen als im Vorjahr, und der Trend hält 2025/26 teilweise an. Trotzdem bleiben Tausende Lehrstellen unbesetzt, vor allem in den klassischen Handwerksberufen. Viele Jugendliche ziehen Studium oder andere Branchen vor.

 

Fazit:

 

Der Arbeitsmarkt ist für qualifizierte Handwerker derzeit ein Bewerbermarkt. Wer Geselle, Meister oder Azubi ist, kann sich den Betrieb aussuchen. Für die Unternehmen ist es existenziell geworden, attraktiver zu werden (Gehalt, Arbeitszeiten, Technikeinsatz, Imagekampagnen, Zuwanderung, Kooperation mit Schulen etc.), sonst riskieren sie Stillstand oder sogar das langfristige Aus.

 

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Das BAUHERREN-PORTAL ist die Qualitätsplattform der BAUHERRENreport GmbH für das Baugewerbe und das Handwerk, beide vertreten durch Theo van der Burgt (Geschäftsführer)

 

 

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