Viele Handwerksunternehmen suchen dringend qualifizierte Fachkräfte

Hier ist ein kompakter Überblick über die aktuelle Lage und die Strategien, mit denen erfolgreiche Betriebe heute gegensteuern:

 

1. Warum ist die Lage so angespannt?

 

  • Demografie: Die Generation der „Babyboomer“ geht massenhaft in Rente, während der Nachwuchs zahlenmäßig deutlich kleiner ist.
  • Akademisierungswahn: Trotz leichter Trendwende zieht es viele Schulabgänger immer noch eher ins Studium als in die Werkstatt.
  • Bürokratie & Work-Life-Balance: Die Anforderungen an Dokumentation steigen, während junge Fachkräfte (Gen Z) vermehrt Wert auf flexible Arbeitszeitmodelle legen, die auf Baustellen schwerer umsetzbar sind.

2. Strategien für Betriebe:

 

Betriebe, die noch Fachkräfte finden, haben oft ihr „Mindset“ geändert. Sie warten nicht mehr auf Bewerbungen, sondern betreiben aktives Marketing:

 

  • Social Recruiting: Klassische Zeitungsanzeigen sind fast wirkungslos. Erfolgreiche Betriebe zeigen ihren Alltag authentisch auf Instagram oder TikTok, um junge Menschen dort abzuholen, wo sie sind.
  • Vier-Tage-Woche: Immer mehr Betriebe führen flexible Modelle ein (z. B. 4 Tage à 9 oder 10 Stunden), um als Arbeitgeber attraktiver zu werden.
  • Speed-Dating statt Lebenslauf: Hürden senken! Ein Erstkontakt per WhatsApp oder ein kurzer Anruf ohne formale Bewerbungsmappe ist heute Standard.
  • Eigene Ausbildung als Überlebensversicherung: Die Investition in eigene Azubis ist oft die einzige Garantie für zukünftige Gesellen.

3. Neue Wege: Zuwanderung & Digitalisierung

 

  • Fachkräfteeinwanderungsgesetz: Viele Betriebe nutzen mittlerweile die Möglichkeiten, gezielt Fachkräfte aus dem Nicht-EU-Ausland anzuwerben, unterstützt durch spezielle Onboarding-Programme.
  • Digitale Entlastung: Tools für die Baustellendokumentation oder automatisierte Lagerhaltung nehmen den Fachkräften „lästige“ Nebenaufgaben ab, damit sie sich auf ihr eigentliches Handwerk konzentrieren können.

4. Fördermöglichkeiten

 

Es gibt staatliche Unterstützung, die viele Betriebe nicht voll ausschöpfen:

 

  • Weiterbildungsboni: Zuschüsse für die Qualifizierung von ungelernten Kräften zu Fachkräften.
  • Digitalisierungsprämien: Förderung von Software, die die Effizienz steigert und somit das vorhandene Personal entlastet.

Unser Tipp:

 

Falls Sie selbst einen Betrieb führen oder in der Branche tätig sind: Schauen Sie sich einmal das „Employer Branding“ an. Oft entscheiden heute Kleinigkeiten wie ein moderner Fuhrpark, hochwertiges Werkzeug oder eine betriebliche Krankenversicherung darüber, ob ein Geselle bei Ihnen bleibt oder zur Konkurrenz geht.

 

Für weitere Informationen klicken Sie bitte hier: WWW.BAUHERREN-PORTAL.COM

 

Das BAUHERREN-PORTAL ist die Qualitätsplattform der BAUHERRENreport GmbH für das Baugewerbe und das Handwerk. Beide Webseiten werden vertreten durch Theo van der Burgt (Geschäftsführer)

 

 

Bei Interesse oder Rückfragen kontaktieren Sie uns gerne unter: 021 31-742 789-0 oder 0172-213 26 02 - Mail: [email protected]

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