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Nachfragerückgang im Hausneubau bereitet Handwerksunternehmen schwierige Zeiten

1. Die Lage: Talsohle durchschritten?

 

Nach dem massiven Einbruch der letzten Jahre zeigt die Kurve bei den Baugenehmigungen erstmals wieder nach oben.

 

  • Trendwende: Im Jahr 2025 stiegen die Baugenehmigungen für Wohnungen um etwa 10,8 % gegenüber dem Krisenjahr 2024. Das ist ein wichtiges Signal für das Bauhandwerk, da Genehmigungen die Aufträge von morgen sind.
  • Fertigstellungen hinken hinterher: Trotz mehr Genehmigungen bleibt die Zahl der tatsächlich fertiggestellten Wohnungen niedrig (prognostiziert ca. 215.000 bis 220.000 für 2026), da viele Projekte aufgrund hoher Kosten nur zögerlich gestartet werden.

2. Ursachen für die schwierigen Zeiten

 

Die Betriebe kämpfen mit einem "Giftcocktail" aus verschiedenen Faktoren:

 

  • Zins-Schock: Auch wenn sich die Zinsen stabilisiert haben, liegen sie weit über dem Niveau der "Nullzins-Ära", was private Bauherren abschreckt.
  • Baukosten & Bürokratie: Hohe Materialpreise und komplexe energetische Anforderungen (z. B. EH40/EH55-Standards) treiben die Kosten.
  • Insolvenzwelle: Besonders 2025 war ein kritisches Jahr. Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen stieg deutlich an, wobei das Baugewerbe mit über 8 Fällen je 10.000 Unternehmen eine der am stärksten betroffenen Branchen war.

3. Lichtblicke und Ausweichstrategien

 

Viele Handwerksbetriebe passen sich der Situation an:

 

  • Sanierung statt Neubau: Während der Neubau stockt, floriert das Geschäft mit energetischen Sanierungen, Heizungstausch und dem Einbau von Photovoltaik. Hier spielt die staatliche Förderung den Betrieben in die Hände.
  • Öffentlicher Bau & Tiefbau: Der Tiefbau (Infrastruktur, Glasfaserausbau) erweist sich als stabiler Anker und verzeichnete zuletzt sogar reale Zuwächse bei den Auftragseingängen.
  • Vorsichtiger Optimismus: Verbände wie der ZDB berichten zum Jahresstart 2026 von einer Aufhellung der Stimmung. Mehr als die Hälfte der Betriebe bewertet ihre Lage wieder als "gut" oder "befriedigend".

Zusammenfassung der Kennzahlen (Stand Feb. 2026)

 

Bereich

Entwicklung / Status

Baugenehmigungen (2025)

+10,8 \%$ (erster Anstieg seit 2021)

Insolvenzen (Bau)

Erhöht, aber Anstieg flacht langsam ab

Haupttreiber

Energetische Sanierung & Tiefbau

Sorgenkind

Klassischer Einfamilienhaus-Neubau

 

Fazit:

 

Trotz der leichten Erholung im Hausneubau bleibt der Fachkräftemangel das langfristige Nadelöhr. Viele Betriebe zögern mit Entlassungen, weil sie wissen, dass sie das Personal bei einem erneuten Anziehen der Konjunktur 2026/2027 nicht mehr zurückbekommen.

 

Für weitere Informationen klicken Sie bitte hier: WWW.BAUHERREN-PORTAL.COM

 

Das BAUHERREN-PORTAL ist die Qualitätsplattform der BAUHERRENreport GmbH für das Baugewerbe und das Handwerk. Die dazugehörigen Webseiten werden vertreten durch Theo van der Burgt (Geschäftsführer).

 

 

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