Hier die wirksamsten neuen Wege, die tatsächlich funktionieren:
1. Social Media & authentischer Video-Content (der mit Abstand wichtigste Hebel)
TikTok, Instagram Reels und YouTube Shorts sind für junge Menschen DIE Kanäle. Zeigen Sie echten Alltag: lustige Baustellen-Momente, „Vorher-Nachher“, Azubi-Tage, lustige Fail-Videos mit Happy
End, Einblicke in moderne Technik (Drohnen, 3D-Planung, E-Autos laden etc.).
Wichtig: authentisch und ehrlich – Hochglanz lügt schnell raus. Viele Betriebe bekommen darüber mehr und bessere Bewerbungen als über alle anderen Kanäle zusammen.
2. Employer Branding konsequent aufbauen
Wer sind Sie als Arbeitgeber wirklich? Flexible Arbeitszeiten (47 % der Betriebe nennen das 2026 als Top-Maßnahme), 4-Tage-Woche-Modelle, Firmenwagen auch privat, Weiterbildungsbudget,
Azubi-Handy, Mitarbeiterrabatte, Teamevents. All das muss sichtbar und ehrlich kommuniziert werden.
3. Einfache, mobile Bewerbungsprozesse
WhatsApp-Bewerbung, 60-Sekunden-Video statt Anschreiben, One-Click-Bewerbung über Social Media. Je komplizierter der Prozess, desto schneller brechen junge Leute ab.
4. Skills-based-Hiring statt Zeugnisglaube
Weniger starres Schauen auf Abschlüsse, mehr auf tatsächliche Fähigkeiten (z. B. durch kleine Praxistests, Probearbeitstage oder Online-Assessments). Das öffnet Türen für Quereinsteiger und
motiviert Talente ohne klassischen Werdegang.
5. Eigene Ausbildung massiv ausbauen + Ältere halten
Mehr Ausbildungsplätze anbieten, eigene Weiterqualifizierung pushen und ältere Mitarbeiter (50+) länger halten durch angepasste Modelle (z. B. weniger körperlich schwere Einsätze, mehr
Vorarbeiter-/Koordinationsaufgaben).
6. Mitarbeiterempfehlungsprogramme mit attraktiver Prämie
Die besten Werbeträger sind oft die eigenen Leute, 1.000–3.000 € Prämie bei erfolgreicher Einstellung wirken Wunder.
7. Gezielte internationale Fachkräfte (EU und Drittstaaten) angehen
Immer mehr Betriebe gehen diesen Weg erfolgreich, mit guter Begleitung (Sprachkurse, Anerkennung, Integration) klappt es oft besser als gedacht.
Fazit:
Wer weiterhin nur auf die „gute alte Weise“ sucht, verliert den Wettbewerb um die wenigen verfügbaren Köpfe. Wer hingegen aktiv digital sichtbar wird, authentisch kommuniziert, moderne Benefits bietet und den Bewerbungsweg radikal vereinfacht, hat deutlich bessere Chancen, auch in schwierigen Zeiten. Viele Handwerksbetriebe, die genau diese Schritte gehen, berichten von spürbar mehr und besseren Bewerbungen bereits nach 3–6 Monaten konsequenter Umsetzung.
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