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Improvisation auf der Baustelle kann schnell zur Kostenfalle für Handwerksfirmen werden

Hier die wichtigsten Gründe, warum Improvisieren schnell richtig teuer wird:

 

Mehr Zeitaufwand ohne Mehrwert


Jede improvisierte Lösung dauert fast immer länger als die geplante, regelkonforme Variante. Es fehlt die Routine, es werden mehrere Anläufe gebraucht, es muss ständig nachjustiert werden → Stunden, die niemand bezahlt.

 

Qualitätsrisiko und spätere Mängel


Improvisation weicht häufig von den anerkannten Regeln der Technik ab. Das führt zu höherer Reklamationswahrscheinlichkeit, Nachbesserungspflicht (oft im Garantiefall unbezahlt) und im Worst Case zu Haftungsstreitigkeiten. Eine Nachbesserung kostet meist 3–10× so viel wie eine saubere Erstausführung.

 

Versteckte Leerkosten & Behinderungsketten


Wenn man improvisiert, weil Vorleistungen fehlen bzw. falsch sind, entstehen Wartezeiten, Mehraufwand bei anderen Gewerken, Umplanungen → das blockiert die gesamte Baustelle und frisst Kapazität für die nächsten Projekte.

 

Materialverschwendung


Schnell mal was umfunktionieren oder anpassen → oft wird mehr Material verbraucht oder es muss Spezialmaterial nachgeordert werden (Expresszuschläge!).

 

Psychologische & Personalkosten


Ständiges Improvisieren erzeugt Stress, Frust und Fehleranfälligkeit. Gute Mitarbeiter kündigen irgendwann, weil sie „nur noch Feuer löschen“ statt vernünftig arbeiten. Die Folge: höhere Fluktuation → Einarbeitungskosten + Wissensverlust.

 

Viele Baustellen laufen nach dem Motto: „Improvisation als Plan B, bis Plan B der neue Plan A wird.“ Das System belohnt kurzfristig den „Retter“, bestraft aber langfristig die Betriebswirtschaft.

 

Was dagegen hilft (realistisch umsetzbar):

 

  1. Frühe und harte Schnittstellenklärung, am besten schon bei Angebot oder Auftragsbestätigung
  2. Tägliche 10–15-Minuten-Standbesprechung vor Ort (Probleme früh erkennen, nicht kaschieren)
  3. Klares Regelwerk: „Bei Abweichung > 30 min oder > 150 € → sofort melden / stoppen“
  4. Dokumentation von Behinderungen sofort (Fotos + kurzer Text per App), damit man später Ansprüche geltend machen kann (§ 642 BGB oder VOB)
  5. Plan B schon einkalkulieren, nicht als Improvisation, sondern als definierte Alternativposition

Fazit:

 

Improvisation ist kein Zeichen von Können, sondern meist ein Symptom von mangelnder Vorbereitung, schlechter Koordination oder zu optimistischer Kalkulation. Wer das erkennt und konsequent gegensteuert, spart nicht nur Nerven, sondern echtes Geld pro Baustelle.

 

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Das BAUHERREN-PORTAL ist die einzige echte Qualitätsplattform für das Baugewerbe und das Handwerk. Die dazugehörigen Webseiten werden vertreten durch die BAUHERRENreport GmbH bzw. deren Geschäftsführer Theo van der Burgt.

 

 

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