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Digitale Aufmaße gehören in Handwerksbetrieben inzwischen zum Standard

Aktueller Stand:

 

Bei vielen modernen Betrieben wie Ausbau, Trockenbau, Fenster-/Türenbau, SHK, Maler, Elektro und Dachdecker ist digitales Aufmaß längst Alltag:

 

·       Einfache Laser-Entfernungsmesser (z. B. Bosch GLM-Serie, Stabila, Leica) + App gehören fast überall zur Grundausrüstung.

·       Apps wie MeasureOn (Bosch), SOLAFLEX, plancraft, HERO, Streit, OfficeOn, aufmass-app.com oder Airteam (Drohne + KI) werden sehr häufig eingesetzt.

·       Viele Beiträge und Hersteller sprechen explizit davon, dass digitales Aufmaß „sich zu einem Standard entwickelt hat“ oder bereits „zum Standard gehört“.

 

Vorteile, die den Wechsel massiv beschleunigt haben:

 

·       Bis zu 70–90 % Zeitersparnis gegenüber Zollstock + Zettel

·       Deutlich weniger Übertragungsfehler (kein „Zettelchaos“)

·       Direkte Weitergabe an Kalkulation, AVA-Software, Angebot/Rechnung

·       Bessere Dokumentation (Fotos, Sprachnotizen, 2D/3D-Skizzen direkt vor Ort)

·       3D-Scan und Drohnenaufmaß werden bei größeren Bestandsobjekten und Dachprojekten immer häufiger eingesetzt

 

Noch nicht flächendeckend in allen Handwerksbetrieben:

 

·       Viele sehr kleine Ein-Mann-/Zwei-Mann-Betriebe (vor allem im ländlichen Raum) messen weiterhin klassisch.

·       Traditionelle Gewerke mit sehr viel Bestandsarbeit im Altbau (z. B. manche Tischler, Stuckateure, Restaurateure) nutzen teils noch analoge Methoden.

·       Der Einstieg scheitert oft an Investitionskosten, Lernkurve oder schlicht „es hat bisher ja auch immer funktioniert“.

 

Typische Entwicklungsstufen:

 

  1. Nur Laser + einfache Notiz-App (sehr weit verbreitet)
  2. Spezialisierte Aufmaß-App + Cloud-Sync (viele mittelgroße Betriebe)
  3. Voll digitale Kette: Aufmaß-App → Handwerkersoftware → automatisierte Angebotserstellung (wachsender Anteil)
  4. 3D-Scan / Drohne / Photogrammetrie (vor allem SHK, Dach, Energieberatung, größere Betriebe)

Fazit:

 

Die Aussage trifft für einen großen und stetig wachsenden Teil des Handwerks zu, insbesondere bei allen, die in den letzten 3–5 Jahren investiert haben oder müssen (Fachkräftemangel → Zeitdruck → Digitalisierung als Hebel). Aber es ist (noch) kein 100 %-Standard wie z. B. die EC-Karte im Einzelhandel oder Excel im Büro. In vielen Ausschreibungen und bei größeren Bauunternehmen wird digitales Aufmaß aber bereits erwartet oder sogar vorausgesetzt.

 

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