Materialengpässe verhindern erfolgreiche Arbeit im Handwerksbetrieb

1. Beschaffungsstrategie optimieren - weg von „Just-in-Time“, hin zu mehr Resilienz

 

  • Zweit- und Drittlieferanten: Verlassen Sie sich nicht auf den einen Stammlieferanten. Bauen Sie Kontakte zu kleineren, regionalen Händlern oder spezialisierten Online-Plattformen auf.
  • Lagerhaltung überdenken: Falls Liquidität und Platz vorhanden sind, sollten C-Teile und Standardmaterialien (Schrauben, Rohre, Kabel) auf Vorrat gekauft werden, sobald sie verfügbar sind.
  • Material-Pooling: Können Sie sich mit befreundeten Betrieben aus der Region zusammentun, um gemeinsam größere Kontingente abzunehmen?

2. Vertragsmanagement & Rechtssicherheit - schützen Sie Ihren Betrieb vor Verzögerungen

 

  • Preisgleitklauseln: Bauen Sie Klauseln in Ihre Angebote ein, die es erlauben, extreme Preissprünge beim Material an den Kunden weiterzugeben.
  • Unverbindliche Liefertermine: Geben Sie Termine nur noch unter Vorbehalt der Materialverfügbarkeit an („Voraussichtlich“, „vorbehaltlich rechtzeitiger Selbstbelieferung“).
  • Vorkasse für Material: Bei Großprojekten ist es legitim, die Materialkosten direkt nach Bestellung bzw. Lieferung auf die Baustelle in Rechnung zu stellen.

3. Kommunikation als Schockabsorber - Ehrlichkeit ist die beste Strategie

 

  • Frühzeitige Info: Rufen Sie den Kunden an, bevor der Termin platzt. Erklären Sie die Marktsituation – die meisten Menschen haben durch die Medien ein Grundverständnis für die Lage.
  • Alternativen anbieten: Kann ein anderes Fabrikat, eine andere Farbe oder ein anderes Material verwendet werden, das sofort lieferbar ist? Flexibilität auf beiden Seiten hilft.

4. Interne Prozesse anpassen - wenn die Baustelle steht, darf der Betrieb nicht stillstehen

 

  • Lückenfüller-Aufträge: Halten Sie kleine Reparaturaufträge oder Wartungsarbeiten bereit, die kurzfristig eingeschoben werden können, wenn ein Großprojekt wegen fehlender Teile pausiert.
  • Vorfertigung: Nutzen Sie Wartezeiten in der Werkstatt, um so viel wie möglich vorzuproduzieren, damit es auf der Baustelle umso schneller geht, sobald das Material da ist.

Fazit:

 

Prüfen Sie regelmäßig Ihre Kalkulation. Materialengpässe führen oft zu versteckten Kosten durch mehrfache Anfahrten oder Umplanungen. Diese müssen in Ihre Stundensätze einfließen.

 

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Das BAUHERREN-PORTAL ist die einzige echte Qualitätsplattform für das Baugewerbe und das Handwerk. Die dazugehörigen Webseiten werden vertreten durch die BAUHERRENreport GmbH bzw. deren Geschäftsführer Theo van der Burgt.

 

 

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