Die stärksten Argumente dafür:
- Zeitersparnis (76–80 % der Betriebe nennen das als Top-Vorteil)
- Flexiblere Arbeitsorganisation (80 %)
- Höhere Sichtbarkeit bei Kunden / bessere Kundenbindung (75 %)
- Sicherung / Verbesserung von Qualitätsstandards (73 %)
- Optimierte Lagerung, Logistik und Materialwirtschaft (64 %)
- Höhere Arbeitgeberattraktivität (58 %), gerade beim Kampf um Fachkräfte entscheidend
- Körperliche Entlastung der Mitarbeitenden (51 %)
- Effizienzsteigerung, Kostensenkung in Verwaltung & Bürokratie
- Bessere Reaktion auf Kundenwünsche (schnellere Angebote, Transparenz im Projektverlauf, digitale Dokumentation)
- Attraktiver für junge Fachkräfte und Azubis. Wer keine digitalen Tools nutzt, wirkt schnell veraltet
Viele Betriebe, die gezielt digitalisieren, gewinnen mehr Kunden, arbeiten effizienter und werden als moderner Arbeitgeber wahrgenommen. In Zeiten von Fachkräftemangel, steigenden Kosten und hohem Wettbewerbsdruck, auch durch Plattformen, ist das oft der Unterschied zwischen Stagnation und gesundem Wachstum.
Wichtige Hürden und berechtigte Einwände:
- Hoher Zeitaufwand für Einführung & Umstellung (meistgenanntes Hemmnis)
- Hohe Anfangsinvestitionen (Software, Hardware, Schulungen)
- IT- und Datensicherheit / Datenschutz (96 % der Betriebe haben Bedenken)
- Fehlende digitale Kompetenz bei Chefs und Mitarbeitenden
- Angst vor Überwachung und Kontrollverlust (ca. 55–56 % teilen diese Sorge)
- Befürchtung, dass traditionelles Handwerk verloren geht oder „alles von Software bestimmt wird“
- Komplexität und Überforderung bei kleinen Betrieben (1–9 Mitarbeitende)
Nicht zu digitalisieren bedeutet langfristig:
- Weniger Sichtbarkeit bei jüngeren Kunden
- Mehr Verwaltungsaufwand (Papier, Zettelwirtschaft, doppelte Erfassung)
- Schwierigeres Rekrutieren von Mitarbeitenden
- Höhere Fehleranfälligkeit & Zeitverluste
- Nachteil gegenüber digital aufgestellten Mitbewerbern (und Plattformen)
Sinnvoller Einstieg:
- Digitale Zeiterfassung + Baustellen-/Projektmanagement-App → sofort spürbare Zeitersparnis
- Moderne Handwerkersoftware (Angebot, Rechnung, Kundendaten, Terminplanung)
- Gute Website + Google-Unternehmensprofil + Online-Terminbuchung
- Cloud-basierte Ablage & Zusammenarbeit (keine USB-Sticks mehr)
- Einfache KI-Tools (z. B. für Text, Bilder, erste automatische Angebotsunterstützung) – viele Betriebe testen das 2026 intensiv
Fazit:
Wer jetzt schrittweise und gezielt vorgeht (am besten mit neutraler Beratung, z. B. über Mittelstand-Digital Zentrum Handwerk oder go-digital-Förderung), investiert in Zukunftsfähigkeit, Entlastung und Attraktivität und bleibt modern. Die Chancen überwiegen klar, wenn man die typischen Stolpersteine kennt und vermeidet.
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