1. Weniger junge Menschen als potenzielle Auszubildende
Die Geburtenraten in Deutschland sind seit Jahrzehnten niedrig. Dadurch gibt es immer weniger Schulabgänger und damit auch weniger potenzielle Auszubildende für handwerkliche Berufe. Für Handwerksbetriebe bedeutet das einen deutlich kleineren Bewerberpool, aus dem sie Nachwuchs gewinnen können.
2. Viele ältere Beschäftigte scheiden gleichzeitig aus
Zahlreiche Beschäftigte im Handwerk gehören zu den sogenannten Babyboomer-Jahrgängen. Diese gehen in den kommenden Jahren verstärkt in Rente. In einigen handwerklichen Branchen sind bereits heute große Teile der Belegschaft über 55 Jahre alt. Dadurch entsteht ein Generationenloch, das nur schwer zu schließen ist.
3. Fachkräfte- und Ausbildungsstellen bleiben unbesetzt
Der Nachwuchsmangel führt dazu, dass viele Ausbildungsplätze nicht besetzt werden können.
- 2025 blieben über 16.000 Ausbildungsplätze im Handwerk unbesetzt.
- Gleichzeitig fehlen in Deutschland rund 200.000 Fachkräfte im Handwerk.
Diese Lücke verschärft sich, weil nicht genug junge Menschen nachrücken.
4. Konkurrenz durch Studium und andere Berufe
Viele Jugendliche entscheiden sich heute eher für ein Studium oder andere Berufsfelder. Gründe sind unter anderem:
- höheres gesellschaftliches Ansehen akademischer Berufe
- körperliche Belastung im Handwerk
- teilweise geringere Ausbildungsvergütung
Dadurch sinkt die Attraktivität handwerklicher Ausbildungsberufe zusätzlich.
5. Folgen für Handwerksbetriebe
Der demografische Wandel hat mehrere Konsequenzen für Unternehmen im Handwerk:
- Schwierigkeiten bei der Besetzung von Ausbildungsplätzen
- Fachkräftemangel und steigende Arbeitsbelastung
- längere Wartezeiten für Kunden
- zunehmende Probleme bei der Betriebsnachfolge
In den nächsten Jahren stehen beispielsweise rund 125.000 Betriebsübergaben im Handwerk an, während die Zahl möglicher Nachfolger sinkt.
Fazit:
Der demografische Wandel führt zu weniger jungen Menschen und gleichzeitig zu vielen Renteneintritten im Handwerk. Dadurch entsteht ein Nachwuchs- und Fachkräftemangel, der die Personalgewinnung
für Handwerksunternehmen deutlich erschwert.
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