1. Was bedeutet „Bewerbermarkt“?
- Ein Bewerbermarkt entsteht, wenn es mehr offene Stellen als qualifizierte Bewerber gibt.
- Anders als beim klassischen Arbeitsmarkt (Arbeitgebermarkt), bei dem viele Bewerber auf wenige Stellen treffen, hat der Bewerber die bessere Ausgangsposition.
- Unternehmen müssen aktiv um Fachkräfte werben, z. B. durch bessere Gehälter, Zusatzleistungen, flexiblere Arbeitszeiten oder Ausbildungsangebote.
2. Gründe für den Bewerbermarkt im Handwerk
- Fachkräftemangel: Viele ältere Fachkräfte gehen in Rente, Nachwuchs fehlt.
- Imageproblem: Handwerksberufe werden in der Öffentlichkeit oft unterschätzt, obwohl sie gut bezahlt und zukunftssicher sind.
- Wachsende Nachfrage: Renovierung, Sanierung, Ausbau von Gebäuden und neue Technologien (z. B. Elektromobilität) erhöhen den Bedarf an Fachkräften.
- Demografischer Wandel: Weniger junge Menschen treten in den Arbeitsmarkt ein, gleichzeitig steigt die Anzahl der offenen Stellen.
3. Folgen für Handwerksbetriebe
- Höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen: Um Fachkräfte zu gewinnen und zu halten.
- Recruiting-Maßnahmen: Betriebe müssen aktiv auf Talente zugehen, z. B. durch Social Media, Messen oder Kooperationen mit Schulen.
- Investition in Ausbildung: Eigene Lehrlinge werden wichtiger, weil externe Fachkräfte knapp sind.
- Flexible Arbeitsmodelle: Teilzeit, Homeoffice bei administrativen Tätigkeiten oder flexiblere Arbeitszeiten.
4. Chancen für Bewerber
- Verhandlungsmacht: Bewerber können bessere Konditionen aushandeln.
- Karrierechancen: Schnellere Aufstiegsmöglichkeiten im Betrieb.
- Jobvielfalt: Mehr Auswahl an Arbeitgebern und Spezialisierungen.
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Theo van der Burgt (Geschäftsführer BAUHERRENreport GmbH, 41 564 Kaarst)
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