Digital orientierte Handwerksbetriebe haben in der Regel weniger Nachwuchssorgen

1. Attraktivität für junge Zielgruppen


Digital orientierte Handwerksbetriebe (z. B. mit CAD-Planung, Apps auf der Baustelle, Social Media, moderner Maschinensteuerung) entsprechen stärker den Medien- und Arbeitsgewohnheiten junger Menschen. Sie wirken weniger „traditionell“ und mehr wie ein technisch anspruchsvoller Beruf.

 

2. Imagewandel des Handwerks - Digitalisierung signalisiert:

 

  • Innovationsfähigkeit
  • Zukunftssicherheit
  • höhere Qualifikationsanforderungen → Das steigert das Berufsimage gegenüber rein manuellen Tätigkeiten.

3. Effizientere Nachwuchsgewinnung - digitale Betriebe nutzen:

 

  • Online-Recruiting
  • Social Media
  • Ausbildungsportale
  • digitale Bewerbungsprozesse → Sie erreichen mehr potenzielle Auszubildende als Betriebe, die nur auf lokale Mundpropaganda setzen.

4. Arbeitsbedingungen - digitale Prozesse bedeuten oft:

 

  • weniger körperlich belastende Arbeit
  • bessere Planung
  • transparentere Kommunikation → Das wirkt sich positiv auf die Ausbildungswahl aus.

Einschränkungen - Digitalisierung allein reicht nicht aus. Entscheidend sind auch:

 

  • Ausbildungsqualität
  • Vergütung
  • Betriebsklima
  • Work-Life-Balance
  • In ländlichen Regionen bleibt der Nachwuchsmangel oft bestehen, selbst bei digital gut aufgestellten Betrieben.
  • Kleinbetriebe ohne Ressourcen zur Digitalisierung geraten strukturell ins Hintertreffen.

Fazit:

Digital orientierte Handwerksbetriebe haben signifikant bessere Chancen, Nachwuchs zu gewinnen, weil sie moderner, sichtbarer und attraktiver wirken. Der Fachkräftemangel im Handwerk wird dadurch jedoch nicht aufgehoben, sondern lediglich verteilt: innovative Betriebe profitieren, traditionelle verlieren stärker.

 

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Theo van der Burgt (Geschäftsführer BAUHERRENreport GmbH, 41 564 Kaarst)

 

Kontakt: 021 31-742 789-0 oder 0172-213 26 02 Mail: [email protected]

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