Professionalität von Handwerksbetrieben steigert Interesse neuer Talente am Handwerk

Warum Professionalität so entscheidend ist: Junge Menschen (insbesondere Generation Z und Alpha) bewerten Handwerksberufe oft negativ: als „dreckig“, schlecht bezahlt, geringes Ansehen, wenig Zukunftsaussichten.

 

Studien und Umfragen zeigen aber klar:

 

  • Wenn Betriebe modern, digital, nachhaltig und kundenorientiert auftreten, steigt die wahrgenommene Attraktivität massiv.
  • Professionalität signalisiert Wertschätzung der eigenen Arbeit → das wirkt auf potenzielle Azubis viel anziehender als der alte „Meister schreit, Lehrling schafft“-Stil.
  • Viele 18–24-Jährige legen Wert auf soziales Ansehen, Kreativität, Innovation und ein positives Arbeitsumfeld. Genau hier kann gelebte Professionalität punkten.

Was konkret hilft:

 

  • Bessere Arbeitsbedingungen & moderne Ausstattung (saubere Betriebe, Firmenwagen, digitale Zeiterfassung, hochwertige Werkzeuge)
  • Starkes Employer Branding über Instagram, TikTok & Co. (z. B. Accounts wie @nextlevelhandwerk.de zeigen stolze, junge Handwerkerinnen und Handwerker in cleanem Look)
  • Transparente Karrierewege (Meister, Techniker, Selbstständigkeit, hohes Einkommen möglich)
  • Wertschätzender Umgang mit Azubis (Feedback-Kultur statt nur Anschnauzen)
  • Image-Kampagnen des ZDH und vieler Handwerkskammern („Das Handwerk. Die Wirtschaftsmacht von nebenan.“ oder „Abi ins Handwerk“) setzen genau auf Professionalität, Technikaffinität und Sinnhaftigkeit.

Zahlen & Realität 2025/2026:

 

  • Immer noch ~19.000–25.000 unbesetzte Ausbildungsplätze im Handwerk pro Jahr.
  • Gleichzeitig steigen die Einstiegsgehälter und Gesellenlöhne deutlich – in manchen Gewerken liegen sie inzwischen nahe an oder über manchen akademischen Einstiegen.
  • Betriebe, die sich als moderne, professionelle Arbeitgeber präsentieren (z. B. mit eigener Website, Social-Media-Präsenz, sauberen Baustellen-Fotos), erhalten deutlich mehr und bessere Bewerbungen.

Fazit:

 

Je professioneller ein Handwerksbetrieb nach außen und innen wirkt, desto interessanter wird er für die Talente, die eigentlich gerade zum Studium oder in die IT abwandern. Wer als Betrieb also aktiv an seiner Professionalität arbeitet (Aussehen, Prozesse, Umgangston, Digitalisierung, Social Media), investiert direkt in die eigene Nachwuchssicherung. Das ist oft wirksamer als reine Gehaltserhöhungen.

 

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Theo van der Burgt (Geschäftsführer BAUHERRENreport GmbH)

 

Kontakt: 021 31-742 789-0 oder 0172-213 26 02 Mail: [email protected]

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