Genau hier zeigt sich aber ein klarer Unterschied:
Moderne, digital aufgestellte Betriebe wirken auf junge Menschen (Generation Z und Alpha) deutlich attraktiver. Gründe dafür sind:
· Digitale Arbeitsmittel (Tablets auf der Baustelle, Apps für Zeiterfassung/Aufmaß/Angebotserstellung, BIM, Drohnen, moderne Maschinensteuerung, KI-unterstützte Planung etc.) statt Zettelwirtschaft und Fax (25 % der Betriebe nutzen 2025 immer noch Fax!).
· Bessere Work-Life-Balance-Möglichkeiten durch digitale Prozesse (weniger Bürokrat
· im Alltag, schnellere Kommunikation, teilweise Viertagewoche-Modelle).
· Image als zukunftsfähiger, innovativer Arbeitgeber, statt „altmodischer Handwerksbetrieb“.
· Gezieltes Social-Media-Recruiting (Instagram, TikTok, YouTube) und digitale Azubi-Kampagnen, die viele traditionelle Betriebe noch gar nicht nutzen.
Studien (2025) bestätigen das explizit:
- 54 % der Handwerksunternehmen sind überzeugt, ohne Digitalisierung den Wettbewerb um Fachkräfte zu verlieren.
- 44 % setzen digitale Technologien gezielt ein, um Ausbildungsplätze attraktiver zu machen und Nachwuchs zu gewinnen.
Beispiele aus der Praxis:
- SHK-Betriebe (Heizung/Sanitär/Klima) mit Viertagewoche + moderner Software und E-Fahrzeugen haben oft weniger Probleme bei der Azubi-Suche.
- Einige Maler- und Lackierbetriebe, die digital arbeiten (z. B. Farbscanner, Visualisierungs-Apps), berichten von volleren Bewerberlisten.
- Kfz-Werkstätten mit moderner Diagnosetechnik und Elektromobilitäts-Fokus haben generell weniger Nachwuchssorgen als der Durchschnitt.
Kurz gesagt:
Junge Leute wollen heute nicht mehr „analog schuften“, sondern sinnvoll und mit moderner Technik arbeiten. Wer als Handwerksbetrieb digital, transparent, effizient und zukunftsorientiert auftritt
(und das auch nach außen zeigt), hat klar bessere Chancen, Azubis und junge Gesellen zu bekommen, trotz des allgemeinen Mangels.
Fazit:
Traditionelle „Papier-und-Bleistift“-Betriebe kämpfen oft doppelt: Sie finden schlechter Nachwuchs und verlieren langfristig auch Kunden an modernere Mitbewerber.
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Theo van der Burgt (Geschäftsführer BAUHERRENreport GmbH, 41 564 Kaarst)
Kontakt: 021 31-742 789-0 oder 0172-213 26 02 Mail: [email protected]

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