Wesentliche Ursachen der Preissteigerungen:
1. Hoher Fachkräftebedarf führt zu Kostensteigerungen
Der Mangel an qualifizierten Fachkräften im Handwerk ist anhaltend: Viele Stellen bleiben über längere Zeit unbesetzt, und zahlreiche Handwerksberufe gelten als Engpassberufe. Trotz saisonaler
Schwankungen sind qualifizierte Fachkräfte weiterhin gefragt. Dadurch entstehen für Betriebe zusätzliche Kosten, etwa durch höhere Löhne, größere Anstrengungen im Recruiting oder
Überstunden, was insgesamt den Preisdruck auf Leistungen erhöht.
2. Weitergabe von Kosten an Kunden und Kundinnen
Befragungen aus regionalen Handwerkskammern zeigen, dass ein hoher Anteil der Betriebe bereits seine Verkaufspreise erhöht hat, um steigende Kosten (Material, Personal, Bürokratie) zu
kompensieren. Das bedeutet: Schon heute rechtfertigen viele Handwerksbetriebe Preissteigerungen gegenüber ihren Kunden, weil der Aufwand pro Auftrag wegen geringerer Verfügbarkeit von
Fachkräften gestiegen ist.
3. Fachkräftemangel als strategischer Kostentreiber
Studien aus der Wirtschaftsforschung zeigen, dass der Fachkräftemangel in Deutschland generell dazu beiträgt, Lohnkosten zu erhöhen, da qualifizierte Mitarbeiter knapp sind und
entsprechend umworben werden müssen.
Konsequenzen für Angebot und Nachfrage:
- Verkaufspreise steigen über Kostenerhöhungen hinaus, weil Unternehmen sowohl Löhne als auch andere Engpasskosten (z. B. höhere Materialpreise) weitergeben.
- Einige Betriebe nutzen Preissteigerungen auch als Mittel zur Steuerung der Nachfrage: Durch höhere Preise fokussieren sie sich auf weniger, dafür höherwertige Aufträge.
- Der Fachkräftemangel kann so zu einem Strukturfaktor für langfristig höhere Handwerkspreise werden, nicht nur zu einem vorübergehenden Effekt.
Fazit:
Der Mangel an Fachkräften im deutschen Handwerk bleibt bestehen, und viele Berufe sind nach wie vor schwer zu besetzen. Handwerksbetriebe erhöhen zunehmend ihre Verkaufspreise, um gestiegene Kosten (Personal, Material etc.) zu decken. Das wirkt sich direkt auf die Endpreise für Bau- und Reparaturleistungen aus, da Unternehmen die Knappheit an Arbeitskräften in ihre Preisstruktur einpreisen.
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