Warum das so wichtig ist - Vertrauen entsteht erst durch Transparenz:
Viele Kunden haben schlechte Erfahrungen gemacht („der hat irgendwas gemacht und dann war’s teurer“). Wer von sich aus erklärt „Wir machen X, weil Y sonst in 3–5 Jahren wieder auftritt und dann
3× so teuer wird“, wirkt kompetent und ehrlich – nicht wie jemand, der nur schnell Geld machen will.
Weniger Missverständnisse & Reklamationen
Klassiker: Der Kunde denkt, „die machen nur schnell darüberstreichen“, dabei wird gespachtelt, grundiert, zweimal gestrichen usw. Wenn er das vorher weiß → kaum noch „Das sieht aber nicht anders
aus!“-Reklamationen.
Höhere Wertschätzung → bessere Preisdurchsetzung
Kunden zahlen deutlich lieber mehr, wenn sie verstehen, warum etwas sinnvoll ist, z.B. langlebiger, wartungsärmer, energiesparender, normgerecht, schimmelvermeidend etc.
Stärkere Kundenbindung & Empfehlungsquote
Begeisterte Kunden empfehlen nur, wenn sie sich gut aufgehoben und informiert fühlen, nicht nur, weil „es wurde sauber gemacht“.
Wie man es am besten macht:
Beim Angebot / Aufmaß schon anfangen:
Nicht nur „Malerarbeiten Wohnzimmer 380 m² für 2.450 €“, sondern z. B.: „Wir spachteln alle Unebenheiten und Risse vor, grundieren stark saugende Stellen und streichen zweimal mit hochwertiger
Latexfarbe. So hält die Fläche 8–12 Jahre ohne Nachstreichen und vergilbt kaum.“
Vor Arbeitsbeginn die 3–5-Minuten-Runde:
Kurze Begehung mit dem Kunden: „Ich zeig Ihnen mal schnell, was wir heute machen und warum. Wir beginnen mit …, danach kommt … . Das dauert ca. … . Super wäre, wenn Sie … zur Seite räumen
könnten.“ → Kunde fühlt sich ernst genommen und weiß, was passiert.
Während der Arbeit immer mal kurz erklären:
Besonders bei sichtbaren oder „merkwürdigen“ Schritten: „Jetzt bohren wir erstmal 12 Löcher mehr, das sieht erst komisch aus, verhindert aber, dass die Platte später durchhängt.“
Bei der Abnahme / Fertigstellung:
Gemeinsam durchgehen + erklären: „Hier haben wir extra … gemacht, weil … Probieren Sie mal“ → Kunde versteht den Wert und fühlt sich stolz auf „sein“ Ergebnis.
Kurze Checkliste für den Alltag:
- Fachbegriffe sofort übersetzen oder weglassen
- Nutzen statt Technik betonen („langlebiger“ statt „mit 2K-Härter“)
- Bilder / Vergleiche nutzen („wie beim Zahnarzt: erst bohren, dann füllen, dann versiegeln“)
- Immer das „Warum“ mitliefern – das macht den entscheidenden Unterschied
- Bei Abweichungen / Mehrkosten sofort ansprechen, nie erst auf der Rechnung
Fazit:
Je besser ein Handwerksbetrieb erklärt, was er tut und warum das für den Kunden sinnvoll ist, desto weniger wird er über Preis diskutiert und desto öfter heißt es am Ende: „Kannst du mir mal deinen Handwerker empfehlen?“
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Das BAUHERREN-PORTAL ist die Qualitätsplattform der BAUHERRENreport GmbH für das Baugewerbe und das Handwerk, beide vertreten durch Theo van der Burgt (Geschäftsführer)
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