Handwerker sollten sich aus der Bewertungssicht ihrer Ex-Kunden darstellen

1. Die „Nachher-Story“ (Das emotionale Erbe)

 

Statt den Fokus auf die laute Baustelle zu legen, sollte der Betrieb zeigen, was bleibt, wenn die Handwerker weg sind.

 

  • Die Botschaft: „Unsere Kunden vermissen uns nicht – weil sie jetzt das Bad/die Küche/das Dach haben, von dem sie geträumt haben.“
  • Marketing-Idee: Ein kurzes Video oder Interview mit einem Kunden, sechs Monate nach Abschluss des Projekts.
  • Die Frage: „Wie hat sich Ihr Alltag verändert, seit wir weg sind?“

2. Das ehrliche Protokoll (Transparenz über den Prozess)

 

Ex-Kunden bewerten meist nicht nur das Ergebnis, sondern den Schmerz während der Arbeit (Dreck, Lärm, Verzögerungen). Ein mutiger Betrieb thematisiert das offensiv.

 

Was der Betrieb sagt

Was der Ex-Kunde wirklich dachte

Wie man es nutzt

„Wir arbeiten sauber.“

„Es staubte trotzdem, aber sie haben jeden Abend gesaugt.“

Werben mit Realismus: „Ja, Umbauen ist stressig. Aber wir minimieren den Dreck aktiv.“

„Termintreue.“

„Sie kamen 10 Minuten zu spät, haben aber vorher angerufen.“

Menschlichkeit zeigen: „Wir sind keine Roboter, aber wir kommunizieren ehrlich.“

 

3. Die „Retrospektive“ als Akquise-Tool

 

Nutzen Sie echte Zitate von ehemaligen Kunden als Überschriften für Ihre Leistungen. Das wirkt weniger wie Werbung und mehr wie eine Empfehlung unter Nachbarn.

 

  • Beispiel Elektroinstallation: „Ich wusste gar nicht, dass ich diese Steckdose dort brauche, bis der Elektriker mich darauf hinwies. Jetzt ist es mein Lieblingsplatz.“
  • Beispiel Heizungsbau: „Die Monteure waren so leise, dass ich im Homeoffice ungestört arbeiten konnte. Das war meine größte Sorge.“

4. Den „Abschied“ zelebrieren

 

Die Sicht des Ex-Kunden wird maßgeblich durch den Moment geprägt, in dem der Handwerker die Tür hinter sich zuzieht.

 

  • Die Übergabe-Box: Ein kleines Set (z.B. die passende Politur für die neue Arbeitsplatte oder eine Flasche Wein) mit einer Karte: „Wir gehen jetzt, aber unser Handwerk bleibt bei Ihnen.“
  • Der Check-up: Ein Anruf nach drei Monaten: „Läuft noch alles? Wir wollten nur sichergehen, dass Sie immer noch zufrieden sind.“ Das macht aus einem Einmalkunden einen lebenslangen Botschafter.

Fazit:

 

Kunden kaufen im Handwerk keine Dienstleistung, sondern die Abwesenheit von Problemen. Wenn ein Betrieb zeigt, dass er versteht, wie sich ein Kunde nach der Rechnung und nach dem Lärm fühlt, nimmt er die größte Hürde: die Angst vor der Fehlentscheidung.

 

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Das BAUHERREN-PORTAL ist die Qualitätsplattform der BAUHERRENreport GmbH für das Baugewerbe und das Handwerk. Die dazugehörigen Webseiten werden vertreten durch Theo van der Burgt (Geschäftsführer).

 

 

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