Handwerksbetriebe sollten ihre Mitarbeiter als Markenbotschafter in Schulen einsetzen

1. Darum sind Mitarbeiter als Markenbotschafter wirksam:

 

a) Authentizität


Schüler reagieren stärker auf reale Personen als auf abstrakte Firmenlogos. Ein Geselle oder eine Meisterin kann:

 

  • den Berufsalltag konkret schildern
  • Karrierewege aufzeigen (Ausbildung → Meister → Selbstständigkeit)
  • Vorurteile („Handwerk = körperlich kaputt“) relativieren

→ Das erhöht Glaubwürdigkeit und Vertrauen.

 

b) Vorbildfunktion


Mitarbeiter fungieren als Identifikationsfiguren:

 

  • „Der war auch mal auf dieser Schule.“
  • „Der kommt aus meiner Region.“
  • „Die verdient gut und ist zufrieden.“

à Das stärkt die sozial-kognitive Anschlussfähigkeit (Bandura: Modelllernen).

 

c) Differenzierung im Wettbewerb


Viele Betriebe konkurrieren um dieselben Azubis. Persönliche Präsenz:

 

  • schafft Markenbindung vor Vertragsbeginn
  • hebt den Betrieb vom anonymen Ausbildungsmarkt ab

2. Nutzen für die Betriebe

 

  • Employer Branding: Aufbau eines positiven Arbeitgeberimages
  • Rekrutierung: frühzeitiger Kontakt zu potenziellen Azubis
  • Mitarbeiterbindung: Botschafterrolle steigert Wertschätzung und Identifikation
  • Reputationsgewinn in der Region

èSchulkooperationen sind eine langfristige Personalstrategie, keine kurzfristige Werbung.

 

3. Didaktische Voraussetzungen (entscheidend!)

 

Der Einsatz ist nur sinnvoll, wenn Mitarbeiter vorbereitet werden:

 

Nicht: „Ich erzähle mal, wie mein Job so ist“, reiner Werbevortrag, Fachjargon ohne Zielgruppenanpassung

 

Sondern: altersgerechte Sprache, anschauliche Praxisbeispiele, kleine Mitmach-Elemente, ehrliche Darstellung (inkl. Anforderungen)

 

Optimal: kurze Schulung in

 

  • Kommunikation
  • Berufsorientierungsdidaktik
  • Auftreten vor Klassen

4. Grenzen und Risiken

 

  • ungeeignete Mitarbeiter können dem Betrieb schaden
  • Gefahr der einseitigen Selbstdarstellung
  • hoher Zeitaufwand für kleine Betriebe
  • Wirkung nur langfristig messbar

→ Deshalb: freiwillige, geeignete Mitarbeiter auswählen, nicht verpflichten.

 

5. Fazit:

 

Mitarbeiter als Markenbotschafter in Schulen zu nutzen ist sinnvoll, weil
sie glaubwürdiger als Werbematerialien sind, Jugendlichen realistische Berufsorientierung bieten und Betrieben helfen, dem Fachkräftemangel strategisch zu begegnen. Voraussetzung ist jedoch eine professionelle Vorbereitung und ein pädagogisch sinnvoller Einsatz, sonst verkommt das Modell zur reinen Reklame.

 

Für weitere Informationen klicken Sie bitte hier: WWW.BAUHERREN-PORTAL.COM

 

Theo van der Burgt (Geschäftsführer BAUHERRENreport GmbH, 41 564 Kaarst)

 

Kontakt: 021 31-742 789-0 oder 0172-213 26 02 Mail: [email protected]

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