Handwerksunternehmen sollten Projektaufträge nach Priorität und Dauer planen

Die Eisenhower-Matrix für Handwerker

 

Ein bewährtes Modell, um Aufträge zu sortieren, ist die Aufteilung nach Wichtigkeit und Dringlichkeit. So lässt sich vermeiden, dass man sich in Kleinkram verliert, während die großen Baustellen stillstehen.

 

  • A-Priorität (Sofort erledigen): Notfälle wie Rohrbruch, Stromausfall oder Termine mit fixem Abnahmedatum.
  • B-Priorität (Einplanen): Langfristige Projekte (z. B. Bad-Sanierung), die wichtig für den Umsatz sind, aber eine Vorlaufzeit haben.
  • C-Priorität (Delegieren/Optimieren): Kleine Reparaturen oder Wartungen, die zwischendurch von Azubis oder Gesellen auf dem Rückweg erledigt werden können.

Planung nach Dauer: Die Strategie der „Lückenfüller“

 

Wenn du Aufträge nach ihrer Dauer sortierst, kannst (und solltest) du deine Kapazitäten wie ein Tetris-Spiel betrachten:

 

Auftragstyp

Dauer

Strategie

Großprojekte

Wochen bis Monate

Bilden das Skelett deines Kalenders. Sie sichern die Grundauslastung.

Standardaufträge

1 bis 3 Tage

Dienen als Bausteine, um Wochen zu füllen.

Kleinstaufträge

1 bis 4 Stunden

Perfekt als Lückenfüller, wenn Material auf einer Großbaustelle fehlt oder ein Termin früher endet.

 

Warum diese Kombination den Unterschied macht

 

  1. Liquiditätssicherung: Große Projekte bringen Volumen, aber kleine Aufträge (C-Prio) sorgen oft für schnellen Cashflow durch Sofortrechnung.
  2. Kundenzufriedenheit: Wenn du nur nach Dauer planst, warten Notfallkunden zu lange. Wenn du nur nach Prio planst, werden deine lukrativen Großprojekte nie fertig.
  3. Pufferzeiten: Erfahrene Betriebe planen meist nur 80% der Zeit fest ein. Die restlichen 20% sind Puffer für unvorhergesehene Komplikationen oder echte Notfälle.

Fazit:

 

Nutze eine digitale Plantafel. Wenn sich ein Termin verschiebt, siehst du sofort, welcher kurze Dauer-Auftrag geografisch in der Nähe liegt und die Lücke füllen kann.

 

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Das BAUHERREN-PORTAL ist die einzige echte Qualitätsplattform für das Baugewerbe und das Handwerk. Die dazugehörigen Webseiten werden vertreten durch die BAUHERRENreport GmbH bzw. deren Geschäftsführer Theo van der Burgt.

 

 

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