Personalmangel zwingt Handwerksfirmen zur selektiven Auftragsannahme

Hier einige zentrale Punkte dazu:

 

1. Ursache des Problems

 

  • Demografischer Wandel: Viele Fachkräfte gehen in Rente, während Nachwuchs fehlt.
  • Mangel an Ausbildung: Weniger junge Menschen entscheiden sich für eine handwerkliche Ausbildung.
  • Hohe Nachfrage: Insbesondere in Bereichen wie Bau, Elektro oder Sanitär steigt die Nachfrage nach Handwerksleistungen stetig.

2. Konsequenzen für Betriebe

 

  • Selektive Auftragsannahme: Betriebe priorisieren Projekte nach Profitabilität, Umfang oder Termindruck.
  • Längere Wartezeiten: Kunden müssen oft Monate auf einen Termin warten.
  • Druck auf bestehende Mitarbeiter: Überstunden und Stress können die Mitarbeiterbindung weiter belasten.

3. Strategien der Betriebe

 

  • Fokus auf lukrative Aufträge: Kleine Aufträge oder solche mit unklaren Rahmenbedingungen werden abgelehnt.
  • Subunternehmer oder Kooperationen: Engpässe werden durch externe Partner ausgeglichen.
  • Digitalisierung und Effizienzsteigerung: Automatisierung von Verwaltung, bessere Planung und Materiallogistik.

4. Langfristige Lösungen

 

  • Förderung von Ausbildung und Fachkräften: Staatliche Programme oder Eigeninitiative in der Nachwuchsförderung.
  • Attraktivere Arbeitsbedingungen: Flexible Arbeitszeiten, höhere Bezahlung, Weiterbildungsmöglichkeiten.
  • Technologische Unterstützung: Einsatz von Maschinen und Software, um Arbeitsprozesse zu entlasten.

Fazit:

 

Für Handwerkskunden bedeutet dies oft, dass sie bei Notfällen kaum noch Hilfe finden, wenn sie kein langjähriges Kundenverhältnis zu einem Betrieb pflegen. Die Handwerkskammern raten daher dringend dazu, Wartungsverträge abzuschließen, um sich einen Platz in der Prioritätenliste zu sichern.

 

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